Sivers Semiconductors: Jabil entwickelt 1.6T-Transceiver
Der Halbleiterhersteller Sivers Semiconductors kündigt eine Partnerschaft für KI-Rechenzentren an und prüft eine Notierung an der Nasdaq. Der Jahresbericht soll Klarheit zur hohen Bewertung bei gleichzeitigem Nettoverlust bringen.

Kurz zusammengefasst
- Kooperation mit Jabil für KI-Rechenzentren-Transceiver
- Prüfung einer Zweitnotierung an der US-Techbörse Nasdaq
- Starker Umsatzanstieg bei anhaltend hohen Verlusten
- Jahresbericht mit PCAOB-Anpassungen steht bevor
398 Prozent Kursgewinn seit Jahresbeginn — und die Aktie legt weiter zu. Am Dienstag schloss Sivers Semiconductors in Stockholm mit einem Plus von knapp zehn Prozent auf 34,20 schwedische Kronen. Auslöser: eine Häufung strategischer Meldungen innerhalb weniger Tage.
Jabil-Partnerschaft für KI-Rechenzentren
Den Anfang machte am 15. April eine Kooperation mit dem US-Fertigungsdienstleister Jabil. Das Ziel: ein 1,6-Terabit-Transceiver-Modul für hyperscale KI-Rechenzentren. Jabil will dafür die Hochleistungslaser von Sivers nutzen — sogenannte Distributed-Feedback-Laser (DFB). Der Fokus liegt auf Energieeffizienz.
„Energieeffizienz ist heute eine harte Anforderung beim Skalieren von KI-Infrastruktur“, sagte Alex McCann, Geschäftsführer des Photonics-Bereichs. Laut einer Studie von LightCounting sollen 800G-Transceiver und schnellere Varianten bis 2030 rund 80 Prozent des Pluggables-Markts ausmachen — bei 225 Millionen verschifften Einheiten weltweit.
Nasdaq-Listing in Prüfung
Einen Tag später, am 16. April, folgte die nächste Meldung: Sivers prüft eine Zweitnotierung an der Nasdaq in New York. Der Unternehmenssitz in Schweden soll erhalten bleiben. Ziel ist ein besserer Zugang zum US-amerikanischen Technologiekapitalmarkt.
Für die Prüfung lässt Sivers seine Abschlüsse für 2024 und 2025 nach PCAOB-Standards aufbereiten. Dabei können sich Anpassungen ergeben — etwa bei der Umsatzverteilung zwischen Perioden, bei Lagerwerten oder bei Aktienoptionsprogrammen. Das Unternehmen stuft diese Korrekturen als nicht wesentlich ein. Sie fließen in den Jahresbericht 2025 ein.
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Starkes Wachstum, hohe Verluste
Der Jahresbericht erscheint in der Woche ab dem 27. April. Er liefert das erste vollständige Bild unter dem Dual-Listing-Rahmen. Die bekannten Eckdaten: Der Umsatz stieg 2025 um 25 Prozent auf 304,1 Millionen Kronen. Der Nettoverlust lag bei 52,6 Millionen Kronen. Die Opportunity-Pipeline wuchs um 64 Prozent auf 453 Millionen US-Dollar.
Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 20,4 — gegenüber einem Peer-Durchschnitt von 11,5 und einem europäischen Halbleiter-Schnitt von 3,9. Kein Wunder, dass diese Bewertung Fragen aufwirft. Ein Nettoverlust von 186,5 Millionen Kronen lässt wenig Spielraum für Verzögerungen bei der Umsetzung.
Was als Nächstes kommt
Die Hauptversammlung ist für den 27. Mai in Kista geplant. Der Vorstand will vorschlagen, keine Dividende für 2025 auszuschütten. Bis dahin liefert der Jahresbericht am 27. April den nächsten konkreten Datenpunkt — inklusive aller PCAOB-Anpassungen. Er wird zeigen, ob das fundamentale Bild die außergewöhnliche Kursentwicklung trägt.
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