Sivers: Verlust 2024 steigt auf 184 Millionen
Sivers korrigiert Vorjahreszahlen für US-Börsenstandard. Umsatz und Ergebnis fallen niedriger aus, Eigenkapital schrumpft.

Kurz zusammengefasst
- Umsatz 2024 auf 219 Mio. Kronen korrigiert
- Verlust steigt auf 183,9 Mio. Kronen
- Bilanz auf US-Prüfstandard PCAOB umgestellt
- Q1-Bericht auf 29. Mai verschoben
Sivers Semiconductors arbeitet an der Tür zum US-Kapitalmarkt. Der neue Geschäftsbericht zeigt nun, was dieser Schritt kostet: frühere Zahlen werden deutlich nach unten korrigiert. Für Anleger ist das mehr als Buchhaltung, weil es die Ausgangsbasis für ein mögliches Nasdaq-Zweitlisting verändert.
Tieferer Schnitt in 2024
Der am 13. Mai 2026 veröffentlichte Geschäftsbericht für 2025 bringt einen klaren Bruch in der Rechnungslegung. Sivers passt die Vergleichszahlen für 2024 an die Standards des U.S. Public Company Accounting Oversight Board an. Das Unternehmen nennt diesen Schritt einen Audit-Uplift.
Beim Umsatz fällt die Korrektur sichtbar aus. Für 2024 setzt Sivers nun 219,2 Millionen schwedische Kronen an, nach zuvor 243,7 Millionen Kronen.
Das ist kein kleines Umstellen von Tabellen. Die neuen Werte verändern die Basis, auf der Investoren Margen und Kapitalstärke beurteilen.
Auch das Ergebnis rutscht tiefer in die roten Zahlen. Für 2024 weist Sivers nun einen Verlust von 183,9 Millionen Kronen aus, statt der zuvor gemeldeten 116,3 Millionen Kronen. Das Eigenkapital liegt nach der Anpassung bei 949,8 Millionen Kronen. Zuvor hatte Sivers 1,08 Milliarden Kronen ausgewiesen.
US-Börse setzt höhere Hürden
Der Hintergrund ist strategisch. Sivers prüft ein Zweitlisting an der Nasdaq New York und hebt dafür die Konzernabschlüsse auf PCAOB-Niveau. Das soll die Berichte näher an die Erwartungen amerikanischer Investoren bringen.
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Das Management um CFO Heine Thorsgaard ändert auch die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung. Statt Kostenarten nutzt Sivers künftig Funktionsbereiche. Damit sollen die Zahlen besser mit internationalen Halbleiter- und KI-Photonik-Unternehmen vergleichbar werden.
Quartalsbericht kommt später
Die Umstellung kostet Zeit. Sivers verschiebt den Bericht zum ersten Quartal 2026 vom 20. Mai auf den 29. Mai. Als Grund nennt das Unternehmen den zusätzlichen Prüfaufwand und die neue Berichtslogik.
Das ist plausibel, erhöht aber den Informationsstau. Nach den Korrekturen am Vorjahr warten Investoren nun auf die ersten Zahlen im neuen Rahmen.
Parallel dazu treibt Sivers die Kapital- und Wachstumsseite voran. Eine außerordentliche Hauptversammlung genehmigte am 11. Mai eine gerichtete Kapitalerhöhung um bis zu 8,62 Millionen Aktien. Die Ausgabe richtet sich an institutionelle Investoren.
Operativ verweist Sivers auf die Partnerschaft mit Jabil. Beide Unternehmen entwickeln optische 1,6T-Transceiver für KI-Infrastruktur. Damit verbindet Sivers die US-Börsenpläne mit einem Markt, der derzeit starkes Kapitalinteresse auf sich zieht.
Der nächste Fixpunkt ist der 29. Mai. Dann soll der Q1-Bericht zeigen, wie die korrigierte Basis in das laufende Jahr übergeht. Bis dahin dominiert der Rechnungslegungswechsel die operative Story. Der Weg Richtung Nasdaq hängt nun auch daran, wie belastbar die neuen Zahlen im US-Rahmen wirken.
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