SK Hynix Aktie: 14,8 Prozent Umsatz von Nvidia
SK Hynix erzielt dank Nvidia einen Rekordumsatzanteil und treibt die US-Notierung voran. Die Abhängigkeit vom KI-Kunden wird deutlich.
Kurz zusammengefasst
- Nvidia-Anteil am Umsatz steigt auf 14,8 Prozent
- Operativer Gewinn hat sich nahezu verdoppelt
- US-Börsengang noch für 2026 geplant
- HBM4-Prozess mit hoher Ausbeute im Vorteil
Nvidia ist für SK Hynix längst mehr als ein Großkunde. Der KI-Boom schlägt inzwischen so stark in den Zahlen des südkoreanischen Speicherchip-Herstellers durch, dass die Abhängigkeit klar sichtbar wird. Am Mittwoch rückt deshalb nicht nur Nvidia selbst in den Blick, sondern auch die Frage, wie lange der HBM-Nachfragezyklus trägt.
Nvidia liefert den Rekordbeitrag
Im ersten Quartal 2026 erzielte SK Hynix einen Konzernumsatz von 52,58 Billionen Won. Nvidia steuerte davon 14,8 Prozent bei. Für einen einzelnen Kunden ist das ein außergewöhnlich hoher Anteil.
In absoluten Zahlen lag der Nvidia-Beitrag bei 7,78 Billionen Won. Das entspricht einem Anstieg von 62,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und markiert einen neuen Quartalsrekord. Der Grund liegt auf der Hand: SK Hynix gilt derzeit als führender Lieferant von HBM3E-Speichern für Nvidias KI-Beschleuniger.
Auch operativ läuft das Geschäft heiß. Der operative Gewinn erreichte 37,6 Billionen Won und hat sich damit gegenüber dem Vorquartal fast verdoppelt. Die nächste Speichergeneration HBM4 steht bereits vor dem Hochlauf, was die Position im KI-Liefernetz weiter stärken könnte.
Die Aktie spiegelt diese Erwartung bereits deutlich wider. Seit Jahresanfang liegt sie 163,37 Prozent im Plus, in den vergangenen 30 Tagen kamen 52,92 Prozent hinzu. Am Montag schloss das Papier bei 1.840.000 Won.
US-Notierung nimmt Form an
Parallel zum Rekordgeschäft treibt SK Hynix seine Pläne für eine mögliche US-Notierung voran. Das Unternehmen hat vertrauliche Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Ziel ist eine Platzierung noch 2026, wobei Details offen bleiben.
SK Hynix formuliert es vorsichtig: Man strebe einen Abschluss innerhalb von 2026 an, konkrete Angaben zu Größe, Struktur und Zeitplan seien aber noch nicht festgelegt. Genau diese Zurückhaltung ist wichtig. Die US-Notierung ist geplant, nicht abgeschlossen.
Im Raum steht ein Emissionsvolumen von bis zu 14 Milliarden Dollar. Dafür könnte SK Hynix etwa 2 bis 3 Prozent seiner Aktien platzieren. Die Mittel sollen helfen, neue Chipkapazitäten in Südkorea und im US-Bundesstaat Indiana zu finanzieren.
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CEO Kwak Noh-jung ordnet den Schritt als Versuch ein, den Unternehmenswert im größten Aktienmarkt der Welt neu bewerten zu lassen. Für einen HBM-Spezialisten mit direkter Nvidia-Anbindung ist das ein nachvollziehbarer Ansatz.
Engpässe verschieben die Machtbalance
Auch in der Lieferkette sucht SK Hynix nach Optionen. Das Unternehmen prüft offenbar eine Zusammenarbeit mit Intel bei fortschrittlichem 2,5D-Packaging auf Basis von EMIB-Technologie. TSMCs CoWoS-Kapazitäten bleiben knapp, was alternative Lösungen attraktiver macht.
Die Gespräche wirken noch früh. Eine breite industrielle Umsetzung wäre dennoch relevant, weil Packaging zum Flaschenhals im KI-Chipgeschäft geworden ist. Wer HBM liefern kann, braucht auch genügend Kapazität, um diese Speicher effizient mit Beschleunigern zu verbinden.
Große Cloud-Konzerne drängen ebenfalls auf sichere Zuteilungen. Microsoft, Google und Amazon sollen bereit sein, Ausbaupläne mitzufinanzieren. Im Gespräch sind sogar dedizierte Speicherlinien und ASML-Maschinen, die rund 400 Millionen Dollar pro Stück kosten.
Goldman Sachs rechnet damit, dass Speicherchips mindestens bis in die erste Hälfte 2027 knapp bleiben. Das stützt die Preismacht der Anbieter, erhöht aber auch den Druck, schnell genug Kapazität aufzubauen.
Bei Samsung bleibt der Abstand sichtbar. Die HBM4-Ausbeute des Rivalen liegt unter 60 Prozent, während SK Hynix bei seinem 1c-DRAM-Prozess 80 Prozent erreicht haben soll. Das ist ein technischer Vorteil, der im Rennen um Nvidia-Aufträge zählt.
Hinzu kommt Unruhe bei Samsung. Nach gescheiterten Tarifverhandlungen plant die Gewerkschaft einen 18-tägigen Streik ab 21. Mai. Südkoreanische Medien rechnen mit mehr als 50.000 beteiligten Beschäftigten.
Für die nächste Quartalsdividende sind 375 Won je Aktie vorgesehen; Ex-Tag ist der 28. Mai, die Zahlung soll am 30. Juni erfolgen. Der nächste harte Impuls kommt aber vorher: Am 20. Mai liefert Nvidia mit seinen Zahlen den klarsten Hinweis darauf, ob die KI-Investitionen weiter in dem Tempo laufen, das SK Hynix gerade Rekorde beschert.
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