SK Hynix Aktie: 24,5 Milliarden Dollar beim US-Börsengang
SK Hynix verzeichnet bei US-Platzierung siebenfache Überzeichnung. Der Börsengang könnte der zweitgrößte eines ausländischen Unternehmens in den USA werden.

Kurz zusammengefasst
- Siebenfache Überzeichnung der Aktienplatzierung
- Zweitgrößter US-Börsengang eines Ausländers
- KI-Boom treibt Margen auf 77 Prozent
- Won steigt durch Dollar-Umtauschpläne
SK Hynix erlebt bei seiner Aktienplatzierung in den USA einen wahren Ansturm. Investoren haben Kaufaufträge im Wert von rund 171,5 Milliarden Dollar platziert. Das übersteigt das Angebot um das Siebenfache. An der Heimatbörse reagiert die Aktie heute mit einem Plus von 5,30 Prozent.
Der Halbleiterkonzern platziert knapp 18 Millionen Papiere als American Depositary Receipts. Der finale Preis steht für diesen Donnerstagnachmittag auf dem Plan. Bereits am 10. Juli soll der Handel starten. Fließt der jüngste Schlusskurs in die Bewertung ein, nimmt SK Hynix rund 24,5 Milliarden Dollar ein.
Das wäre der zweitgrößte US-Börsengang eines ausländischen Unternehmens in der Geschichte. Nur Alibaba sammelte einst noch mehr Geld ein.
Große Namen greifen zu
Globale Fonds und Staatsinvestoren reißen sich um die Papiere. Große Namen wie Baillie Gifford und Coatue Management wollen ADRs für bis zu sieben Milliarden Dollar kaufen. Dieser Ansturm folgt auf eine deutliche Korrektur. Seit dem Rekordhoch vom 25. Juni verlor die Aktie zwischenzeitlich fast 30 Prozent.
Aktuell kostet das Papier 2.186.000 südkoreanische Won. Das bedeutet einen Abstand von rund 27 Prozent zum Rekordhoch. Dennoch steht seit Jahresbeginn ein massives Plus von fast 223 Prozent auf der Anzeigetafel.
KI-Fantasie treibt die Margen
Die Einnahmen aus New York fließen direkt in neue Fabriken. SK Hynix will die rasant steigende Nachfrage nach KI-Chips bedienen. Der Konzern führt den Markt für sogenannten High Bandwidth Memory an. Diese Speicherbausteine sind für moderne Rechenzentren unverzichtbar.
Die finanziellen Aussichten befeuern das aktuelle Interesse. Im abgelaufenen Quartal erwartet das Management einen Umsatz von gut 84 Billionen Won. Die operative Marge soll dabei herausragende 77 Prozent erreichen. Das Ziel: Konkurrenten wie Nvidia und TSMC übertreffen. Treiber sind kräftige Preiserhöhungen im gesamten Chip-Segment.
Währungsmarkt reagiert
Das anstehende US-Listing bewegt bereits die Devisenmärkte. Am Terminmarkt in Südkorea stieg der Verkaufsdruck auf den Dollar massiv an. Die Folge: Der Won erreichte seinen höchsten Stand seit über einem Monat.
Der Chip-Gigant plant, einen Teil der eingenommenen Dollar-Milliarden in die Heimatwährung umzutauschen. Dieser Prozess soll rund um den 15. Juli starten. Das frische Kapital sichert die massiven Investitionen in neue Produktionsanlagen direkt ab.
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