SK Hynix Aktie: 70 Billionen KRW Ergebnis Q2 erwartet
Trotz eines Kursrutsches von 7,7 Prozent bleibt SK Hynix operativ stark im KI-Geschäft und plant milliardenschwere Investitionen.

Kurz zusammengefasst
- Aktie verliert trotz KI-Rallye
- Rekorderwartungen für zweites Quartal
- HBM-Marktführer mit 54 Prozent Anteil
- Milliardeninvestition in neue Fabrik
Der Kursrutsch bei SK Hynix trifft auf eine paradoxe Lage. Operativ profitiert der Speicherchip-Konzern stark vom KI-Boom. An der Börse drückte am Freitag aber der Gesamtmarkt. Makroangst steht gegen Rekorderwartungen.
Am Freitag verlor die Aktie 7,66 Prozent und schloss bei 1.819.000 KRW. Der Vortagesschluss lag noch bei 1.970.000 KRW. Das Tagesminus wirkt scharf, kommt aber nach einer extremen Rally.
Der KOSPI sackte um 6,1 Prozent auf 7.493 Punkte ab. Belastend wirkten geopolitische Spannungen in der Straße von Hormus. Auch steigende Renditen drückten, die zehnjährige US-Rendite lag über 4,5 Prozent.
KI-Geschäft bleibt der Treiber
Trotz des Rückschlags bleibt der mittelfristige Chart stark. Auf Sicht von 30 Tagen liegt die Aktie rund 60 Prozent im Plus. Seit Jahresanfang steht sogar ein Zuwachs von fast 169 Prozent.
KB Securities erhöhte das Kursziel auf 3.000.000 KRW. Die Analysten verweisen auf ein erwartetes operatives Ergebnis von 70 Billionen KRW im zweiten Quartal. Das wäre etwa achtmal so viel wie im Vorjahr.
Die Zahlen zum ersten Quartal zeigen, warum die Erwartungen so hoch sind. SK Hynix erzielte einen Umsatz von 52,58 Billionen KRW. Der Umsatz mit NVIDIA stieg auf 7,78 Billionen KRW, ein Plus von 62,6 Prozent.
Damit ist SK Hynix tief in der KI-Lieferkette verankert. Besonders High Bandwidth Memory bleibt knapp. Wer hier liefern kann, hat Preissetzungsmacht.
Ein neuer Großkunde steuerte 6,54 Billionen KRW bei. Das entsprach 12,4 Prozent des Quartalsumsatzes. Marktbeobachter vermuten dahinter Microsoft oder Google.
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Regional bleibt die USA der wichtigste Absatzmarkt. Dort erzielte SK Hynix 33,99 Billionen KRW Umsatz. China kam auf 12,8 Billionen KRW.
Ausbau gegen den Speicherengpass
Um die Nachfrage zu bedienen, beschleunigt der Konzern seine Ausbaupläne. Im August 2026 soll Phase 2 von Fab 1 im Yongin Semiconductor Cluster starten. Die Investition liegt bei rund 31 Billionen KRW.
Der erste Reinraum am Standort soll bereits im Februar 2027 anlaufen. Damit zieht SK Hynix den Zeitplan nach vorn. Das Ziel ist klar: mehr Kapazität für HBM.
Der aktuelle Zyklus hängt nicht nur an höheren Stückzahlen. Vor allem die Preise treiben die Margen. DRAM-Preise stiegen um 194 Prozent, NAND-Preise um 244 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Starke Position bei HBM
Im HBM-Markt hält SK Hynix einen Anteil von 54 Prozent. Für NVIDIAs kommende Vera-Rubin-Plattform soll der Konzern rund 70 Prozent der HBM4-Aufträge gesichert haben. Die operative Marge lag im ersten Quartal bei etwa 72 Prozent.
Parallel baut SK Hynix seine technische Basis breiter auf. Eine Partnerschaft mit Intel zielt auf 2.5D-Packaging über EMIB-Technologie. Ein geplantes ADR-Listing in den USA soll die Sichtbarkeit im globalen KI-Ökosystem erhöhen.
KB Securities erwartet für das Gesamtjahr ein operatives Ergebnis von 277 Billionen KRW. Nach dem Kurssturz zählt nun weniger der einzelne Handelstag als die Lieferfähigkeit im HBM-Geschäft. Der Start der Yongin-Ausbaustufe im August wird deshalb zum nächsten konkreten Meilenstein.
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