SK Hynix Aktie: 9,92-Prozent-Sturz nach Broadcom
SK Hynix erlebt nach enttäuschendem Broadcom-Ausblick und robusten US-Jobdaten einen Kurseinbruch von fast zehn Prozent.

Kurz zusammengefasst
- Tagesverlust von knapp zehn Prozent
- Broadcom-Ausblick belastet Halbleitersektor
- Starke US-Jobdaten dämpfen Zinssenkungshoffnungen
- DRAM-Kapazität soll sich bis 2031 verdoppeln
Fast plus 206 Prozent seit Jahresbeginn — und dann ein Einbruch von knapp zehn Prozent an einem einzigen Tag. SK Hynix erlebte am Freitag einen harten Rücksetzer, der die Stärke des gesamten KI-Booms kurz in Frage stellte.
Der Auslöser: Broadcom enttäuscht, Jobs-Daten schrecken
Der Kurs schloss am Freitag bei 2.070.000 KRW — ein Tagesverlust von 9,92 Prozent. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf 11,27 Prozent. Auslöser war ein doppelter Schock: Broadcom verfehlte mit seinem KI-Chip-Ausblick die hohen Markterwartungen. Das zog den gesamten Halbleitersektor nach unten. Zeitgleich überraschte der US-Arbeitsmarktbericht mit 172.000 neuen Stellen im Mai — mehr als doppelt so viele wie erwartet. Starke Jobdaten bedeuten weniger Druck auf die Fed, die Zinsen zu senken. Kein Wunder, dass Wachstumswerte unter Druck gerieten.
Trotz des Rücksetzers liegt der Kurs noch immer rund 42 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt. Der langfristige Aufwärtstrend ist intakt.
Kapazität soll sich bis 2031 fast verdoppeln
Während der Markt korrigierte, präsentierte SK Hynix seine Wachstumspläne. Das Unternehmen will die DRAM-Produktion von aktuell 550.000 auf rund eine Million Wafer pro Monat ausbauen — bis 2030 oder 2031. Das ist eine Verdoppelung der Kapazität.
Das Herzstück dieser Expansion ist der Yongin-Cluster. Dort beginnt die Ausrüstung der ersten Fabrik im Februar 2027. Bis zur ersten Jahreshälfte 2030 sollen dort 360.000 zusätzliche Wafer pro Monat produziert werden. Das Werk M15X in Cheongju startet bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 mit 40.000 Wafer — und verdoppelt diese Kapazität bis 2027.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SK Hynix?
HBM4: SK Hynix als Nvidia-Favorit
Der Kapazitätsausbau folgt einer klaren Logik. SK Hynix hält aktuell 58 Prozent des globalen HBM-Markts. Nvidia-Chef Jensen Huang hat das Unternehmen neben Samsung und Micron als Lieferant für HBM4-Speicher der kommenden „Vera Rubin“-Plattform qualifiziert. Branchenanalysten rechnen damit, dass SK Hynix zwischen 60 und 70 Prozent des HBM4-Bedarfs für Nvidias nächste Architektur liefern wird.
Das ist eine starke Ausgangsposition — auch wenn Samsung in Pyeongtaek massiv in eigene DRAM-Kapazitäten investiert.
ADR-Listing als nächster Schritt
Neben dem Produktionsausbau plant SK Hynix eine US-amerikanische ADR-Notierung in der zweiten Jahreshälfte 2026. Damit könnte das Unternehmen bis zu 14 Milliarden Dollar einsammeln — für weitere Werke in Südkorea und im US-Bundesstaat Indiana. Das ADR-Listing würde SK Hynix für internationale Investoren deutlich zugänglicher machen und den Kapitalbedarf für die nächste Expansionswelle decken.
SK Hynix-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SK Hynix-Analyse vom 6. Juni liefert die Antwort:
Die neusten SK Hynix-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SK Hynix-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SK Hynix: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...