SK Hynix Aktie: Act prüft Börsenregeln zu Solidigm
Gyeonggi verlangt Chlor- und Sulfatstandards; ein Solidigm-Börsengang bleibt ungeklärt, während SK Hynix-Aktien in Seoul nachgeben.

Kurz zusammengefasst
- Gyeonggi fordert verbindliche Abwasserstandards
- Solidigm-Börsengang ist noch offen
- Haltefrist für US-Anteile endete gestern
- SK-Hynix-Aktie verliert 1,5 Prozent
Am südkoreanischen Produktionsstandort Icheon sieht sich SK Hynix mit neuen behördlichen Forderungen konfrontiert. Die Provinz Gyeonggi forderte die Zentralregierung in Seoul am Dienstag auf, verbindliche Standards für den Ausstoß von Chlor und Sulfat einzuführen.
Vorausgegangen waren Messungen an einem Gewässer, das Abwasser aus dem dortigen Werk aufnimmt. Die dabei ermittelten Werte lagen über den Empfehlungen der Welternährungsorganisation FAO.
Plattform fordert Prüfung von Börsenregeln
Gleichzeitig geraten mögliche Strukturpläne des Konzerns in die Diskussion. Medienberichten zufolge bereitet die Kleinaktionärs-Plattform Act eine Anfrage an die Korea Exchange vor. Dabei soll geklärt werden, ob die bestehenden Richtlinien gegen Doppelnotierungen auch für Börsengänge im Ausland gelten.
Auslöser für diesen Schritt sind Bedenken hinsichtlich eines möglichen Börsengangs der Tochtergesellschaft Solidigm. Die Initiative reagiert damit auf die anhaltenden Diskussionen über die künftige Aufstellung des Halbleiterherstellers.
SK Hynix betonte dazu, dass verschiedene Finanzierungsoptionen für die Tochter geprüft werden. Ein Beschluss über konkrete Kapitalmaßnahmen sei nach Angaben des Unternehmens jedoch nicht gefasst worden. Laut Bloomberg wählte Solidigm die Banken Goldman Sachs und Morgan Stanley als Konsortialführer für einen möglichen Börsengang in den USA aus. Ein solcher Schritt könnte demnach rund 10 Milliarden $ einbringen.
Auslaufende Haltefrist und Treffen mit AMD
An den Finanzmärkten endete gestern zudem eine wichtige Frist. Laut Bloomberg lief die Haltefrist für die in den USA notierten Anteile aus. Damit fielen die Verkaufsbeschränkungen für das Unternehmen, für verbundene Gesellschaften sowie für das Management weg.
Im operativen Bereich standen Gespräche über Speicherlösungen im Vordergrund. Während ihres Aufenthalts in Seoul traf AMD-Chefin Lisa Su mit Kwak Noh-jung, dem Vorstandschef von SK Hynix, zusammen.
Beide Seiten erörterten dabei Möglichkeiten einer Zusammenarbeit im Bereich von künstlicher Intelligenz und Speichertechnologie. Wie Reuters berichtete, verwies Su darauf, dass AMD wegen knapper Liefermengen gemeinsam mit Kunden an einer effizienten Speichernutzung arbeite.
Marktreaktion in Seoul
Die Aktie von SK Hynix gab heute im Handel in Seoul nach. Das Papier verlor 1,5 Prozent auf 1.697.000,00 KRW. Auf Jahressicht verzeichnet der Titel dennoch ein deutliches Plus von 161 Prozent seit Jahresanfang.
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