SK Hynix Aktie: Doppelter Gegenwind
SK Hynix beendet den Aktienrückkauf vorzeitig und stoppt die Börsenprüfung für Solidigm; ausländische Anleger verkaufen ADRs.
Kurz zusammengefasst
- Solidigm-Börsenpläne vorerst eingestellt
- 40 Billionen Won Rückkauf abgeschlossen
- ADR-Abflüsse ausländischer Anleger: 9,97 Billionen Won
- Quartalszahlen erscheinen am 28. Oktober
Gleich zwei Nachrichten belasten SK Hynix zum Wochenschluss. Der Konzern verwirft die Börsenpläne für seine US-Tochter Solidigm, und zugleich endet das große Aktienrückkaufprogramm früher als geplant. Dazu kommt ein schwaches Branchenumfeld.
Solidigm bleibt vorerst unter dem Dach
In einer Pflichtmitteilung teilte das Unternehmen mit, die Prüfung eines Pre-IPO und eines Börsengangs an der Nasdaq einzustellen. Als Gründe nannte es die Lage an den Kapitalmärkten und den Vorrang für bestehende Aktionäre. Zuletzt war über eine Pre-IPO-Runde von rund 5 Billionen Won berichtet worden. Ein Nasdaq-Listing, das schon im kommenden Jahr bis zu 15 Milliarden Dollar einspielen könnte, war ebenfalls im Gespräch.
Die Absage hat zwei Seiten. Sie nimmt die Sorge vor einer Doppelnotierung und Verwässerung, die seit August auf der Aktie lag. Allerdings entfällt auch ein externer Finanzierungsweg, der den Ausbau der US-Produktion von Solidigm stützen sollte. Die Tochter, die aus der rund 9 Milliarden Dollar teuren Übernahme des Intel-NAND-Geschäfts entstand, liefert Enterprise-SSDs für Server und KI-Rechenzentren.
Rückkauf beendet, Ausländer verkaufen
Hinzu kommt: Das 40 Billionen Won schwere Rückkaufprogramm schloss SK Hynix am 21. Oktober ab, etwa einen Monat vor Plan. Damit fällt eine Nachfragestütze weg, die den Kurs zuletzt abfederte.
Ausländische Investoren sind derweil Nettoverkäufer. Bei den ADRs summierten sich die Abflüsse vom 1. bis 20. Oktober auf rund 9,97 Billionen Won.
Die Aktie gab am Freitag um 2,8 Prozent auf 1.189.000 Won nach. Der Kospi verlor zeitweise über drei Prozent, angeführt von Chip- und Batteriewerten. Am Vortag hatte er bereits den tiefsten Schlussstand seit April markiert.
Der Philadelphia Semiconductor Index sackte am 21. Oktober um 6,7 Prozent ab, den stärksten Tagesverlust seit Juni. Er liegt mehr als 26 Prozent unter seinem Rekordhoch. Auslöser sind Zweifel an der Rentabilität schuldenfinanzierter KI-Investitionen nach enttäuschenden Tech-Zahlen.
Blick auf den 28. Oktober
Am 28. Oktober legt SK Hynix die Zahlen zum dritten Quartal vor. Die Zurückhaltung vieler Investoren vor diesem Termin ist spürbar. Ohne Rückkaufnachfrage und mit schwachem Branchenumfeld muss der Bericht die KI-Nachfrage nach Speicherchips belegen, um die Stimmung zu drehen.
Stand heute, 23. Oktober: SK Hynix – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in SK Hynix investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 23. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.