SK Hynix Aktie: FSS-Chef bremst Solidigm-Börsenpläne
Ausländische Anleger verkauften SK-Hynix-Aktien im Wert von 5,35 Billionen Won; Goldman Sachs erhöhte sein Zwölfmonatsziel auf 3,5 Millionen Won.
Kurz zusammengefasst
- Aktie legt zum Wochenstart 0,4 Prozent zu
- Auslandsverkäufe summierten sich auf 5,35 Billionen Won
- FSS prüft mögliche Regeln für Solidigm-Börsengang
- Goldman Sachs setzt Kursziel auf 3,5 Millionen Won
Nach dem schwersten wöchentlichen Kursrutsch seit der Finanzkrise von 2008 stabilisiert sich das Papier von SK Hynix zu Beginn der neuen Handelswoche. Im südkoreanischen Handel schloss die Aktie heute mit einem leichten Zuwachs von 0,4 Prozent bei 1.277.000,00 KRW. Zuvor hatte eine massive Verkaufswelle die Notierung belastet und für einen deutlichen Abstand von 57 Prozent zum 52-Wochen-Hoch gesorgt.
Ausländische Anleger ziehen Milliardensummen ab
Auslöser der jüngsten Turbulenzen waren umfangreiche Umschichtungen internationaler Großanleger. Nach Angaben der Korea Exchange veräußerten ausländische Investoren in der vergangenen Woche per saldo SK-Hynix-Papiere im Gesamtwert von 5,35 Billionen Won.
Der Anteil ausländischer Anteilseigner sank dadurch auf 48,85 Prozent, was den tiefsten Stand seit Dezember 2021 markiert. Innerhalb von nur fünf Handelstagen büßte der Titel 15 Prozent ein, da Marktteilnehmer nach der vorherigen KI-Rallye Gewinne im gesamten Halbleitersektor sicherten.
Zusätzliche Zurückhaltung erzeugte eine Debatte über die US-Tochtergesellschaft Solidigm, die aus der Übernahme des NAND- und SSD-Geschäfts von Intel für 9 Milliarden US-Dollar hervorgegangen war. Bei einer parlamentarischen Anhörung am heutigen Montag äußerte der Gouverneur der südkoreanischen Finanzaufsicht FSS, Lee Chan-jin, Bedenken hinsichtlich eines möglichen US-Börsengangs der Tochter.
Die Behörden prüfen, ob ein separater Börsengang gegen nationale Regeln zu Doppelnotierungen verstößt. SK Hynix stellte klar, dass ein solches Vorhaben bislang nicht beschlossen sei und man bei sämtlichen strategischen Optionen den langfristigen Wert für die bestehenden Aktionäre priorisiere.
Goldman Sachs setzt auf anhaltende Speicherknappheit
Trotz des drastischen Rücksetzers zeigen sich Analysten für die operative Entwicklung des Speicherherstellers optimistisch. Goldman Sachs hob das 12-Monats-Kursziel für SK Hynix auf 3,5 Millionen Won an.
Die Analysten des Hauses begründen diese Einschätzung mit einer strukturellen Unterversorgung an den globalen Speichermärkten, die voraussichtlich bis 2028 anhalten dürfte. Insbesondere bei DRAM-, NAND- und High-Bandwidth-Memory-Komponenten (HBM) werde sich das Angebot im kommenden Jahr noch weiter verknappen.
Grundlage dieser Nachfrage bleiben die immensen Hardwareanforderungen von Rechenzentren für künstliche Intelligenz. Neben dem bestehenden HBM-Portfolio stehen künftige Standards wie NVHBM im Fokus der Branche. Gegenüber HBM4E soll diese Technologie eine um bis zu 30 Prozent höhere Bandbreite bei 15 Prozent geringerem Stromverbrauch bieten.
Erste Indikatoren über die unmittelbare Ertragslage liefert das Unternehmen in Kürze: Am 27. und 28. Oktober legt SK Hynix die Finanzergebnisse für das dritte Quartal 2026 vor, bei denen der Markt mit einem kräftigen Gewinnanstieg im Vorjahresvergleich rechnet.
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