SK Hynix Aktie: KGV überholt Samsung zum ersten Mal
SK Hynix überflügelt Samsung bei der Marktbewertung dank starker HBM-Nachfrage und operativer Marge von 72 Prozent.

Kurz zusammengefasst
- Aktie erreicht neues Rekordhoch
- HBM-Speicher als zentraler Treiber
- Microsoft als strategischer Partner
- Operative Marge bei 72 Prozent
Der kleinere Rivale setzt den größeren unter Druck. SK Hynix wird am Markt nicht mehr nur als zyklischer Speicherhersteller bewertet, sondern zunehmend als Schlüssellieferant für KI-Infrastruktur. Der Bewertungsabstand zu Samsung Electronics hat sich gedreht.
Die Aktie schloss bei 1.976.000 KRW auf Rekordniveau und gewann am Mittwoch 7,68 Prozent. Seit Jahresanfang summiert sich das Plus auf fast 192 Prozent. Das ist keine normale Neubewertung, sondern ein klares Signal: Der Markt preist die HBM-Stärke inzwischen aggressiver ein.
Bewertungsabstand dreht sich
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 stieg auf 6,79 und lag damit erstmals über Samsung Electronics mit 6,77. Für Südkoreas Chipsektor ist das mehr als eine statistische Randnotiz.
SK Hynix wurde über Jahre mit Abschlag gehandelt. Samsung galt als breiter, robuster, dominanter. Nun verschiebt sich die Wahrnehmung. Im Zentrum steht High Bandwidth Memory, also jener Speichertyp, der für KI-Beschleuniger besonders wichtig ist. Samsung kämpft parallel mit Belastungen durch Streikrisiken, während SK Hynix in einem Engpassmarkt sichtbar profitiert.
Microsoft rückt näher
Ein zusätzlicher Kurstreiber kommt aus Redmond. Konzernchef Kwak Noh-Jung nimmt am Microsoft CEO Summit teil und soll dort mit Bill Gates sowie Satya Nadella über eine Vertiefung der Zusammenarbeit bei maßgeschneiderten KI-Beschleunigern sprechen.
SK Hynix ist derzeit alleiniger Lieferant von HBM3E für Microsofts Maia 200. Der Chip erreicht 216 Gigabyte Speicherkapazität und 7 Terabyte pro Sekunde Bandbreite. Genau diese Verbindung macht die Aktie für viele Investoren interessant: Microsoft will die Abhängigkeit von externen GPU-Anbietern verringern, SK Hynix liefert dafür eine zentrale Komponente.
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Auch in der Fertigungskette arbeitet der Konzern an mehr Flexibilität. Mit Intel testet SK Hynix die EMIB-2.5D-Verpackungstechnologie als mögliche Alternative zu TSMCs CoWoS-Verfahren. Das Ziel ist klar: weniger Engpässe bei Advanced Packaging, mehr Kontrolle über die Skalierung der KI-Lieferkette.
Margen bleiben außergewöhnlich hoch
Operativ läuft das Geschäft auf einem Niveau, das die Neubewertung erklärt. Im ersten Quartal erreichte SK Hynix eine operative Marge von 72 Prozent, der Umsatz lag bei 52,6 Billionen Won. Ein kräftiger Anstieg der DRAM-Vertragspreise lieferte den Rückenwind.
Mirae Asset Securities erwartet für das Gesamtjahr eine operative Konzernmarge von 62 Prozent. Bei der nächsten HBM-Generation plant SK Hynix Musterlieferungen in der zweiten Jahreshälfte 2026, die Massenproduktion ist für 2027 vorgesehen. Damit bleibt der Zeitplan eng an die nächste Generation von KI-Architekturen gekoppelt.
Die Kursziele zeigen, wie weit die Erwartungen bereits reichen. SK Securities nennt 3.000.000 KRW und verweist auf einen technologischen Vorsprung sowie bessere Gewinnsichtbarkeit. Mirae Asset bleibt bei 2.700.000 KRW, gestützt auf höhere Speicherpreise und langfristige Liefervereinbarungen mit großen Cloud-Kunden.
Der nächste Prüfstein ist HBM4. Gelingt SK Hynix der Übergang von Mustern zur Serienfertigung ohne Verzögerung, könnte der Bewertungsaufschlag gegenüber Samsung länger Bestand haben. Scheitert der Zeitplan, wäre genau diese neue Prämie der empfindlichste Punkt.
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