SK Hynix Aktie: Shinhan verdoppelt Kursziel auf 3,8 Millionen Won
Shinhan Securities verdoppelt das Kursziel für SK Hynix aufgrund eines beschleunigten Memory-Superzyklus mit massiv steigenden Speicherpreisen.
Kurz zusammengefasst
- Kursziel von 1,9 auf 3,8 Mio. Won erhöht
- DRAM-Preise sollen 2026 um 273% steigen
- HBM-Umsatz im Q2 bei 7,5 Mrd. Dollar
- Samsung holt bei HBM4-Produktion auf
Ein Analystenhaus jagt das nächste. Shinhan Securities hat das Kursziel für SK Hynix auf 3,8 Millionen Won verdoppelt – von zuvor 1,9 Millionen Won. Auslöser: ein beschleunigter Memory-Superzyklus, der die Verkaufspreise explodieren lässt. Die Aktie notiert am Donnerstag bei 1,94 Millionen Won und markiert damit ein Plus von 11,17 Prozent binnen eines Tages.
Speicherpreise auf dem Sprung
Die Begründung der Analysten ist klar und radikal. Sie erwarten, dass die durchschnittlichen Verkaufspreise (ASP) im DRAM-Segment 2026 um 273 Prozent im Jahresvergleich steigen. Im NAND-Geschäft sollen es sogar 292 Prozent sein. Hinzu kommt: Die Risiken durch Arbeitskämpfe in der koreanischen Halbleiterindustrie haben sich zuletzt entschärft.
Gleichzeitig hält der Mangel an KI-optimierten Speicherchips an. Shinhan rechnet mit einer angespannten Versorgungslage bis mindestens 2027 – ein idealer Nährboden für Preissetzungsmacht der Hersteller.
HBM: Milliarden-Einnahmen trotz Konkurrenzdruck
Bernstein liefert dazu konkrete Zahlen für das zweite Quartal. SK Hynix dürfte rund 7,5 Milliarden Dollar im HBM-Segment (High Bandwidth Memory) umsetzen – ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Das sind Milliarden, die den Kurs stützen.
Allerdings holt Samsung Electronics auf. Der Rivale beschleunigt laut Marktbeobachtern seine HBM4-Produktion für die zweite Jahreshälfte 2026. SK Hynix verteidigt zwar noch die Führung beim vierteljährlichen HBM-Umsatz, doch die Exportvolumen zeigen zuletzt eine Seitwärtsbewegung. Die Preise für HBM-Chips sollen indes ab Anfang 2027 weiter steigen.
Marktumfeld bleibt günstig
Nomura Securities bestätigt den Trend. Das Haus sieht ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 20 als angemessen für die führenden Speicherhersteller – gleichauf mit globalen Foundry-Werten. Der Memory-Superzyklus treibe die Eigenkapitalrendite des gesamten koreanischen Technologiesektors.
Ein neuer Engpass zeichnet sich derweil ab: ABF-Substrate, ein Schlüsselmaterial für Verpackungen von Hochleistungschips, werden knapp. Die KI-Nachfrage überlastet die Lieferkette – das könnte Produktionszeitpläne verzögern, selbst wenn die Chips selbst verfügbar sind.
Die Dynamik zeigt sich auch in den Fondsdaten. Der PLUS Global HBM Semiconductor ETF verzeichnete per 20. Mai eine Dreijahresrendite von 676,67 Prozent. SK Hynix steuerte allein in den letzten drei Monaten 92,9 Prozent bei. Die drei Schwergewichte SK Hynix, Samsung und Micron machen 75 bis 80 Prozent des Portfolios aus.
Das Kursziel von 3,8 Millionen Won liegt fast 96 Prozent über dem aktuellen Kurs. Ob die Realität mit den Prognosen mithalten kann, wird sich in den nächsten Quartalen zeigen – die Preissignale aus dem Speichermarkt sprechen derzeit eine deutliche Sprache.
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