SKF Aktie: Marge zieht an
Höhere Profitabilität und ein stärkeres Industriegeschäft prägen das Quartal; SKF will die geplanten Einsparungen früher erreichen.
Kurz zusammengefasst
- Bereinigte operative Marge auf 16,3 Prozent gestiegen
- Specialized Industrial Solutions organisch um 8,3 Prozent gewachsen
- Sparziel bis Mitte 2027 vorgezogen
- Nasdaq-Notierung von Vertevo für Dezember geplant
Der schwedische Wälzlagerhersteller liefert im dritten Quartal mehr Gewinn und eine höhere Profitabilität. Besonders das Industriegeschäft überzeugt. Zudem zieht SKF sein Sparziel um ein halbes Jahr vor.
Spezialgeschäft treibt das Ergebnis
Der Umsatz stieg auf 17,47 Milliarden Kronen, organisch wuchs er um 4,3 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis legte auf 2,85 Milliarden Kronen zu, nach 2,55 Milliarden im Vorjahresquartal. Die bereinigte operative Marge verbesserte sich von 15,4 auf 16,3 Prozent.
Den größten Anteil daran hat die Sparte Specialized Industrial Solutions. Sie wuchs organisch um 8,3 Prozent, getragen von der Luft- und Raumfahrt sowie von Magnetlagern. Die Nachfrage zog zudem in Rechenzentren, Infrastruktur sowie Sicherheit und Verteidigung an.
Bearing Solutions kam auf ein Plus von 2,8 Prozent. Indien und Südostasien liefen weiter gut, auch der OEM-Markt in Amerika verbesserte sich. In Europa, Nahost und Afrika sowie in China blieb die Entwicklung weitgehend unverändert.
Mehr Gewinn unter dem Strich
Der Nettogewinn kletterte auf 1,78 Milliarden Kronen, im Vorjahr waren es 1,29 Milliarden. Das Ergebnis je Aktie stieg auf 3,74 Kronen nach 2,67 Kronen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 3,88 Kronen.
Der operative Cashflow verbesserte sich auf 2,1 Milliarden Kronen. Ein Lageraufbau, vor allem in der Spezialsparte, bremste ihn etwas.
Beim laufenden Sparprogramm liegt SKF vor dem Plan. Das Ziel von jährlich rund zwei Milliarden Kronen soll nun bis Mitte 2027 erreicht werden, bisher galt Ende 2027. Die Einsparungen von etwa 350 Millionen Kronen im Quartal glichen negative Effekte der Abspaltung mehr als aus. Zollkosten kompensierte der Konzern weitgehend.
Vertevo und Ausblick
Das Autogeschäft wird seit diesem Quartal als aufgegebener Bereich geführt. Die Aktionäre haben der Verteilung der Anteile an SKF Vertevo auf der außerordentlichen Hauptversammlung zugestimmt. Die Börsennotierung an der Nasdaq Stockholm ist für den 1. Dezember 2026 geplant. Vertevo erzielte eine bereinigte Marge von 4,6 Prozent, der organische Umsatz sank um 4,0 Prozent. Am 17. November hält die Einheit einen Kapitalmarkttag ab.
Für das vierte Quartal erwartet SKF einen etwas stärkeren organischen Umsatz als vor einem Jahr, vorausgesetzt das Marktumfeld ähnelt dem dritten Quartal. Die hohe Volatilität erhöhe allerdings die Unsicherheit. Währungseffekte sollen den operativen Gewinn mit rund 150 Millionen Kronen stützen. Die Investitionen in Sachanlagen plant der Konzern für 2026 mit etwa 2,5 Milliarden Kronen, rund 0,5 Milliarden weniger als zuvor.
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