Smi Aktie: Silber-Crash belastet

Geopolitische Spannungen und eine straffe US-Geldpolitik haben den Silberpreis stark fallen lassen. Dies stellt den Erlös des Silberproduzenten Smi auf eine harte Probe.

Eduard Altmann ·
Smi Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Silberpreis verliert über zehn Prozent in einer Woche
  • US-Zinspolitik und Iran-Konflikt als Haupttreiber
  • Markt leidet unter strukturellem Angebotsdefizit
  • Charttechnische Unterstützung bei 70 US-Dollar je Unze

Die Eskalation im Iran-Konflikt und eine straffe US-Geldpolitik ziehen den Silberpreis massiv in die Tiefe. Für den marokkanischen Silberproduzenten Société Métallurgique d’Imiter (Smi) bedeutet dieser Abwärtstrend eine harte Belastungsprobe, da die Erlöse des Unternehmens fast vollständig an der Weltmarktnotierung hängen.

Geopolitik und Zinsen drücken

Der Silbermarkt erlebte zuletzt eine heftige Verkaufswelle. Innerhalb einer Handelswoche verlor das Metall über zehn Prozent an Wert, zeitweise brach der Kurs vom Wochenhoch sogar um fast 20 Prozent ein. Während Gold oft als sicherer Hafen gesucht wird, leidet Silber unter seiner Doppelfunktion als Anlagegut und Industriemetall. Die Dollarstärke, getrieben durch die Entscheidung der US-Notenbank Fed, die Zinsen im Bereich von 3,50 bis 3,75 Prozent zu belassen, setzt gehebelte Händler massiv unter Druck.

Die Spannungen im Iran-Krieg fungieren dabei als Brandbeschleuniger. Zwar trieben Drohungen gegen die Straße von Hormus den Ölpreis nach oben, doch im Edelmetallsektor löste die Unsicherheit eine Liquidationswelle aus. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass nach den Rekordläufen des Vorjahres nun vor allem kurzfristig orientierte Investoren ihre Positionen räumen. Da der Silbermarkt deutlich kleiner als der Goldmarkt ist, fallen die Kursausschläge hier traditionell heftiger aus.

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Strukturelle Faktoren bieten Halt

Trotz der aktuellen Volatilität finden sich charttechnische und fundamentale Haltepunkte, die den freien Fall bremsen könnten:

  • Unterstützungszone: Die Marke von 70 USD je Unze hielt zuletzt mehrfach als psychologisch wichtige Grenze.
  • Angebotsdefizit: Der Markt verzeichnet seit sechs Jahren eine Unterversorgung bei sinkenden Lagerbeständen.
  • Industriebedarf: Ein Standard-Solarmodul benötigt etwa 15 bis 20 Gramm Silber, was die Nachfrage langfristig stützt.
  • Spot-Preis: Am Montag notierte Silber bei 69,39 USD, nachdem es am Freitag auf 71,62 USD gefallen war.

Für Anleger der Smi-Aktie bleibt die Lage angespannt. Da der Titel an der Börse Casablanca eine geringe Liquidität aufweist, wirken sich die globalen Preisschwankungen oft zeitversetzt, aber mit hoher Intensität auf die Bewertung aus. Entscheidend wird nun sein, ob Silber den Boden bei 70 USD auf Schlusskursbasis zügig zurückerobert, um die Konsolidierungsstruktur zu stabilisieren.

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