Societe Generale Aktie: Mandatsrolle für Shaakichiuwaanaan-Finanzierung
Die französische Großbank Societe Generale wählt William Connelly zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden und strukturiert ihre Gremien neu. Zudem winkt ein Mandat für ein Bergbauprojekt in Quebec.

Kurz zusammengefasst
- William Connelly übernimmt Aufsichtsratsvorsitz
- Verwaltungsrat auf 15 Mitglieder verkleinert
- Vier zentrale Ausschüsse neu besetzt
- Bank als Finanzierer für Quebec-Projekt vorgesehen
Die französische Großbank Societe Generale vollzieht einen tiefgreifenden Umbau ihrer Führungsgremien. Am 4. Juni bestätigte das Institut die Wahl von William Connelly zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden – ein Personalwechsel, der bereits im Frühjahr 2025 absehbar war.
Führungswechsel und Gremien-Neustrukturierung
Der umgestaltete Verwaltungsrat umfasst künftig 15 Mitglieder, darunter drei Arbeitnehmervertreter und einen nicht stimmberechtigten Gast. Parallel dazu hat die Bank ihre vier zentralen Ausschüsse neu besetzt:
- Prüfungsausschuss: Jérôme Contamine (Vorsitz)
- Risikoausschuss: Dame Clara Furse (Vorsitz)
- Vergütungsausschuss: Annette Messemer (Vorsitz)
- Nominierungsausschuss: Henri Poupart-Lafarge (Vorsitz)
Die personelle Erneuerung soll die Aufsichtsstrukturen schärfen – ein Signal für mehr Kontrolldichte nach einem durchwachsenen Jahr.
Frisches Mandat in Quebec
Über die interne Governance hinaus hat SocGen auch extern an Profil gewonnen. Am 3. Juni gab das kanadische Unternehmen PMET Resources bekannt, dass die Bank als Mandated Lead Arranger für die erste Phase des Bergbauprojekts Shaakichiuwaanaan in Quebec vorgesehen ist. Es geht um eine potenzielle Projektfinanzierung – die Due-Diligence-Prüfung läuft. Ein offizieller Mandatsabschluss steht noch aus.
Strafe und Aktienkurs im Blick
Erst Mitte Mai hatte die französische Finanzaufsicht ACPR eine Geldbuße von 20 Millionen Euro gegen SocGen verhängt, wegen unzureichender Offenlegung bei Versicherungsbündel-Produkten. Der Kurs zeigte sich zuletzt stabil. Die Aktie schloss am Mittwoch bei 70,10 Euro – rund neun Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 77,14 Euro, aber über 34 Prozent über dem Jahrestief von 52,16 Euro. Analysten sehen weiterhin Aufwärtspotenzial: Der durchschnittliche Konsens lautet „Kaufen“, das mittlere Kursziel liegt bei 81,34 Euro.
Ob Connellys Führungswechsel auch neue operative Impulse bringt, wird sich bei den nächsten Quartalszahlen zeigen. Die geplanten Projekte in Quebec könnten ein erster Test sein.
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