SoftBank Aktie: 1-Billion-Parameter-Modell bis 2027

SoftBank treibt mit Sony, Honda und NEC eine nationale KI-Plattform voran. Bis 2027 soll ein Modell mit einer Billion Parametern entstehen.

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SoftBank Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Rund 30 Unternehmen prüfen Einstieg
  • Fokus auf Physical AI für Fabriken
  • Milliarden-Parameter-Modell bis 2027 geplant
  • Staatliche Förderung über NEDO beantragt

SoftBank baut mit einem branchenübergreifenden Bündnis an einer eigenen KI-Plattform für Japan. Rund 30 weitere Unternehmen prüfen derzeit einen Einstieg in das Projekt „Japan AI Foundation Model Development“. Das ist mehr als nur ein weiterer Technologie-Deal. Es geht um industrielle Daten, nationale Souveränität und den Versuch, bei sogenannter Physical AI nicht länger von den USA und China abgehängt zu werden.

Breite Allianz aus der Industrie

Zum Kernkreis gehören bereits SoftBank, Sony Group, Honda und NEC. Nun wächst das Interesse aus der japanischen Industrie deutlich. Zu den möglichen neuen Investoren zählen Asahi Kasei, Yaskawa Electric und Fujitsu. Eine Beteiligung dieser Gruppe dürfte das Projekt breiter aufstellen und näher an reale Produktionsprozesse rücken.

Die neuen Teilnehmer würden voraussichtlich kleinere Summen beisteuern. Die strategische Rolle liegt weiter bei den Kernmitgliedern mit jeweils mehr als 10 Prozent. Für SoftBank ist das ein wichtiger Punkt: Das Projekt soll nicht nur Kapital einsammeln, sondern ein belastbares Ökosystem aus Fertigung, Software und Robotik schaffen.

Daten aus Fabriken als Rohstoff

Im Mittelpunkt steht Physical AI. SoftBank und die Partner wollen dafür Daten direkt aus Fabrikhallen, aus der Logistik und aus Materialprozessen in die Trainingsbasis des Modells einspeisen. Genau dort liegt Japans Vorteil. Die Industrie verfügt über tiefes Know-how in Maschinenbau und Robotik.

Das Ziel ist klar umrissen. Die KI soll komplexe mechanische Systeme und Industrieroboter künftig autonom steuern und optimieren können. Damit geht es nicht um ein allgemeines Chatbot-Projekt, sondern um ein Modell mit direktem Bezug zur Produktion.

Trillionen-Modell bis 2027

Ambitioniert ist auch der Zeitplan. Bis 2027 will das Bündnis ein Modell mit 1 Billion Parametern entwickeln. Das würde die japanische Plattform in die Nähe der leistungsstärksten KI-Systeme der Welt rücken.

Für 2029 ist die nächste Ausbaustufe vorgesehen. Dann soll das Modell Bilder und Audio gleichzeitig verarbeiten können. In den 2030er-Jahren sollen auch Sensordaten wie Gewicht, Temperatur und Distanz hinzukommen. Genau dort entsteht der Brückenschlag von generativer KI zur industriellen Automatisierung.

Staatliche Rückendeckung möglich

Parallel dazu rückt der Staat näher an das Vorhaben heran. Im April beantragte das Projekt eine Förderung über die japanische NEDO, die nationale Programme zur KI-Entwicklung steuert. Falls die Unterstützung genehmigt wird, könnte das Vorhaben schon im Sommer in eine öffentlich-private Struktur übergehen.

Für SoftBank wäre das ein strategischer Hebel. Ein staatlich flankiertes Leuchtturmprojekt würde die Position des Konzerns im heimischen KI-Markt stärken und dem Bündnis zusätzliche finanzielle und regulatorische Unterstützung verschaffen. Entscheidend wird nun, ob die angekündigten Investoren bis Juni tatsächlich einsteigen und ob NEDO den Weg für die nächste Stufe freimacht.

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