SoftBank Aktie: 10 Milliarden für OpenAI
SoftBank überweist zweite Tranche von zehn Milliarden Dollar an OpenAI, während der Aktienkurs massiv einbricht.

Kurz zusammengefasst
- Zweite OpenAI-Zahlung über zehn Milliarden
- Gesamtengagement bei 64,6 Milliarden Dollar
- Fremdkapital für KI-Investitionen genutzt
- Aktienkurs mit 33 Prozent Monatsverlust
Heute steht für SoftBank ein entscheidender Termin an. Der japanische Technologiekonzern überweist planmäßig die zweite Tranche seiner massiven OpenAI-Finanzierung. Zehn Milliarden US-Dollar fließen in das KI-Unternehmen. Parallel dazu stürzt der eigene Aktienkurs ab.
Gigantische KI-Bewertung
Die aktuelle Zahlung ist Teil eines gewaltigen Investitionspakets. Über den Vision Fund 2 pumpt SoftBank insgesamt 30 Milliarden Dollar in OpenAI. Die erste Tranche floss bereits im April. Im Oktober folgt der dritte und letzte Teil.
Damit steigt das gesamte KI-Engagement der Japaner massiv. Nach Abschluss des Deals beläuft sich die kumulierte Investition auf 64,6 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Anteil von rund 13 Prozent an OpenAI. Die zugrunde liegende Bewertung des Start-ups liegt bei astronomischen 730 Milliarden Dollar.
Schulden für das Wachstum
Um diese Summen zu stemmen, greift SoftBank auf Fremdkapital zurück. Ein Bankenkonsortium um JPMorgan, Goldman Sachs und Mizuho stellt eine unbesicherte Brückenfinanzierung bereit. Der Kreditrahmen umfasst 40 Milliarden Dollar.
Das Management will diese Schulden schrittweise aus bestehenden Vermögenswerten tilgen. Die internen Finanzrichtlinien bleiben unangetastet. Die Beleihungsquote soll unter normalen Marktbedingungen weiterhin unter 25 Prozent liegen.
Aktie im freien Fall
An der Börse sorgt das aggressive Vorgehen für Nervosität. Die SoftBank-Aktie schloss am Dienstag bei 32,93 Euro. Auf Monatssicht brach der Kurs um über 33 Prozent ein.
Kein Wunder. Die Volatilität ist extrem. Aufs Jahr hochgerechnet liegt die Schwankungsbreite bei fast 115 Prozent. Der RSI-Wert von 42,4 signalisiert ein unruhiges technisches Umfeld.
Der Fokus richtet sich nun auf die Bilanzierung. SoftBank verbucht die OpenAI-Anteile zum beizulegenden Zeitwert direkt über die Gewinn- und Verlustrechnung. Jede künftige Wertänderung des KI-Entwicklers schlägt damit unmittelbar auf das Konzernergebnis durch. Im Oktober steht dann die finale Zahlung an.
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