SoftBank Aktie: 30 Milliarden für OpenAI-Anteil auf 13 Prozent
Steigende geopolitische Risiken und eine aggressive Bilanzstrategie belasten den Tech-Investor. Der Aktienkurs fällt, während die Nervosität am Markt zunimmt.

Kurz zusammengefasst
- Kursrutsch von 3,6 Prozent in Tokio
- 30 Milliarden Dollar in OpenAI investiert
- 40 Milliarden Dollar Überbrückungskredit aufgenommen
- Hauptversammlung am 24. Juni als Test
Japans Leitindex rutscht ab, und ein einzelner Tech-Gigant zieht ihn in die Tiefe. Die Begeisterung für Künstliche Intelligenz kühlt spürbar ab. Das trifft SoftBank besonders hart.
Die Papiere des Technologieinvestors fielen am Donnerstag in Tokio um 3,6 Prozent. Allein dieser Kursrutsch kostete den Nikkei-Index über 230 Punkte. Der breite Markt folgte dem Abwärtstrend. Chip-Ausrüster wie Advantest und Fujikura verbuchten noch deutlichere Verluste.
Eskalierende Spannungen zwischen den USA und Iran verunsichern derzeit die Märkte. Investoren fürchten eine neue Inflationswelle. Sie ziehen deshalb Kapital aus riskanten Technologie- und Halbleiterwerten ab. Für SoftBank ist das ein Problem.
Milliardenrisiko in der Bilanz
Die Bewertung des Konzerns hängt massiv an seiner KI-Strategie. Ende Februar vereinbarte das Management weitere Investitionen von 30 Milliarden US-Dollar in OpenAI. Damit steigt der Gesamtanteil am ChatGPT-Entwickler auf rund 13 Prozent.
Um diese gigantische Summe zu stemmen, nahm SoftBank einen unbesicherten Überbrückungskredit auf. Diese Fazilität umfasst 40 Milliarden US-Dollar. Sie wird im März 2027 fällig. Anleger hinterfragen nun zunehmend diese aggressive Bilanzstrategie.
Ein Blick auf die Handelsdaten zeigt enorme Nervosität. Die annualisierte Schwankungsbreite liegt bei extremen 116 Prozent. Panik herrscht allerdings noch nicht. Auf Monatssicht notiert die Aktie bei 37,58 Euro weiterhin gut zwölf Prozent im Plus. Ein RSI-Wert im neutralen Bereich bestätigt dieses Bild.
Die nächste Bewährungsprobe steht bereits fest. Am 24. Juni 2026 hält SoftBank seine Hauptversammlung ab. Dort muss das Management die Aktionäre von seiner riskanten Kapitalallokation überzeugen. Fällt die KI-Stimmung weltweit weiter, dürfte der Druck auf den Vorstand massiv steigen.
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