SoftBank Aktie: 30 Milliarden für OpenAI-Finanzierung
SoftBank verkauft Krypto-Beteiligung und plant Milliarden-Investment in OpenAI. Der KI-Fokus des Konzerns wird durch erste Gewinne bei Anthropic untermauert.

Kurz zusammengefasst
- Krypto-Beteiligung für 679 Millionen verkauft
- Bis zu 30 Milliarden für OpenAI geplant
- OpenAI bereitet Börsengang vor
- Anthropic meldet ersten operativen Gewinn
Masayoshi Son räumt sein Portfolio auf. Der japanische Technologiekonzern SoftBank trennt sich von Krypto-Investments und bündelt seine Milliarden für ein einziges Ziel. Die künstliche Intelligenz soll die Zukunft des Unternehmens dominieren.
Millionen aus dem Krypto-Verkauf
SoftBank hat seine Minderheitsbeteiligung an dem Bitcoin-Finanzierer Twenty One Capital verkauft. Der Stablecoin-Herausgeber Tether übernimmt das Paket für rund 679 Millionen US-Dollar. Damit stockt Tether seinen eigenen Anteil an dem Unternehmen auf etwa 71 Prozent auf.
Dieser Schritt ist ein taktischer Rückzug. SoftBank macht Kapital frei für den massiven Ausbau seiner KI-Infrastruktur. Im Zentrum steht dabei ein möglicher Mega-Deal mit OpenAI.
Milliarden-Poker um OpenAI
Der ChatGPT-Entwickler sucht aktuell frisches Geld für gigantische Rechenzentren. Insgesamt will OpenAI über die nächsten vier Jahre 500 Milliarden US-Dollar einsammeln. SoftBank prüft laut Insidern eine Finanzspritze von bis zu 30 Milliarden US-Dollar.
Parallel dazu treibt OpenAI den Gang an die Börse voran. Am 22. Mai reichte das Unternehmen vertrauliche Papiere bei der US-Börsenaufsicht ein. Das Ziel: Ein Börsengang zwischen September und November 2026 mit einer angestrebten Bewertung von einer Billion US-Dollar.
Erste Gewinne und laute Warnungen
Ein anderer KI-Hoffnungsträger im SoftBank-Portfolio liefert bereits handfeste Zahlen. Anthropic meldet für das zweite Quartal einen Umsatzsprung auf 10,9 Milliarden US-Dollar. Obendrein verbucht das Unternehmen mit 559 Millionen US-Dollar seinen ersten operativen Gewinn. Das beweist die kommerzielle Nutzbarkeit der großen Sprachmodelle.
Marktbeobachter sehen diese Entwicklung jedoch kritisch. Strategen der Bank of America warnen vor einer extremen Marktkonzentration. Die anstehenden Mega-Börsengänge von OpenAI und SpaceX könnten das Gewicht des Tech-Sektors im S&P 500 auf ein Rekordniveau von 48 Prozent treiben.
Kritiker wie Zoho-Gründer Sridhar Vembu sprechen sogar von einer Blase. Sie bemängeln den sogenannten KI-Umsatzkreislauf. Große Tech-Konzerne vergeben Cloud-Guthaben an Start-ups und verbuchen diese später als eigenen Umsatz. Das verschleiert die echten Zahlungsströme der jungen Unternehmen.
In den kommenden Wochen steht die finale Zuteilung der OpenAI-Finanzierungsrunde an. Die genaue Höhe der SoftBank-Beteiligung definiert das künftige Risikoprofil des Portfolios. Steigende Anleiherenditen bleiben indes die größte Gefahr für die hoch bewerteten Tech-Investments der Japaner.
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