SoftBank Aktie: 4.700 Acres bei Rockdale
Masayoshi Son weist KI-Blase zurück und plant Milliarden für Infrastruktur. SoftBank investiert in Rechenzentren und Energie.

Kurz zusammengefasst
- Son hält KI-Blase für absurd
- 18 Milliarden für Rechenzentrum in Texas
- Gewinn von SoftBank verfünffacht
- HSBC stuft Arm-Aktie herab
Der CEO der SoftBank Group, Masayoshi Son, hat Spekulationen über eine mögliche Blase im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) am 14. Juli 2026 in Tokio entschieden zurückgewiesen. Er bezeichnete entsprechende Bedenken als „absurd“ und skizzierte eine Zukunft, in der massive Kapitalflüsse für den Ausbau der digitalen Infrastruktur unumgänglich seien. Laut Son werden bis zum Jahr 2040 jährlich rund 5 Billionen US-Dollar an globalen Investitionen benötigt, um den Bedarf an KI-Infrastruktur zu decken.
Massive Infrastruktur-Projekte und OpenAI-Partnerschaft
SoftBank untermauert diese Prognosen durch konkrete Expansionspläne in den USA. In Texas erwarb der Konzern rund 4.700 Acres Land in der Nähe von Rockdale. Dort soll über das Joint Venture „Stargate“, an dem auch Oracle und OpenAI beteiligt sind, ein Rechenzentrum mit einem Investitionsvolumen von 18 Milliarden US-Dollar entstehen. Die Strategie des Unternehmens sieht vor, die Investitionen in OpenAI bis Ende 2026 auf über 60 Milliarden US-Dollar zu erhöhen, nachdem bereits 34,6 Milliarden US-Dollar in das Unternehmen flossen.
Parallel dazu treibt SoftBank den Aufbau einer eigenen Energieversorgung voran. Da KI-Datenzentren bis 2040 Schätzungen zufolge etwa 3 Terawatt Strom benötigen werden, startete die Gruppe ein neues Batteriegeschäft in Japan. Zudem wurde die Energiesparte des Konzerns für den Bau eines 33 Milliarden US-Dollar teuren Gaskraftwerks in Ohio ausgewählt. Son prognostiziert, dass KI bis 2040 etwa 20 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaften wird.
Finanzielle Stärke und Analysten-Skepsis bei Tochter Arm
Die finanzielle Lage des Konzerns hat sich zuletzt deutlich stabilisiert. Im Geschäftsjahr bis März 2026 stieg der Gewinn auf 5 Billionen Yen, was etwa 32 Milliarden US-Dollar entspricht und einer Verfünffachung gegenüber dem Vorjahr gleichkommt. Am 1. Juni 2026 war SoftBank kurzzeitig das wertvollste börsennotierte Unternehmen Japans, bevor es diesen Platz nach einer Marktkorrektur wieder abgab.
Die SoftBank-Aktie schloss am Dienstag bei 33,82 € und verzeichnete in den vergangenen sieben Tagen einen Zuwachs von 7,54 %. Auf Sicht von 30 Tagen notiert der Wert jedoch mit 15,94 % im Minus bei einer Marktkapitalisierung von 200,71 Milliarden €. Während sich die Aktie am 14. Juli in Tokio um 3,3 % auf 6.574 Yen erholte, hatten Verzögerungen bei einem möglichen Börsengang von OpenAI Ende Juni zeitweise für Verkaufsdruck gesorgt.
Gegenwind kam am 14. Juli zudem von der Tochtergesellschaft Arm Holdings, an der SoftBank 90 % der Anteile hält. Der HSBC-Analyst Frank Lee stufte Arm von „Buy“ auf „Hold“ herab. Trotz einer Erhöhung des Kursziels von 255 auf 315 US-Dollar warnte er vor Kapazitätsengpässen bei Chip-Auftragsfertigern, die das kurzfristige Gewinnwachstum begrenzen könnten. Die Arm-Aktie reagierte darauf mit einem Kursrückgang von etwa 6 %.
Warnungen der BIZ vor Schuldenrisiken
Flankiert werden diese Entwicklungen von einer warnenden Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Diese sieht das Risiko, dass der schuldenfinanzierte KI-Boom in einen Zusammenbruch münden könnte. Die BIZ schätzt, dass die aktuellen Überinvestitionen das effiziente Niveau um das 1,5- bis 3-fache übersteigen könnten. Kritisch bewertet die Institution insbesondere die zirkuläre Finanzierung, bei der große Cloud-Anbieter gleichzeitig als Eigenkapitalgeber für KI-Startups auftreten. Trotz dieser mahnenden Stimmen aus dem Bankensektor hält Masayoshi Son an seiner Vision von weltweit 100 Billionen agierenden KI-Agenten bis zum Jahr 2040 fest.
SoftBank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SoftBank-Analyse vom 15. Juli liefert die Antwort:
Die neusten SoftBank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SoftBank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SoftBank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...