SoftBank treibt seine KI-Strategie mit zwei großen Transaktionen voran. Ein milliardenschweres Engagement bei OpenAI und die Übernahme von DigitalBridge sollen Software und Infrastruktur enger verzahnen. An der Börse bleibt der Kurs kurzfristig schwankungsanfällig, während die Langfristperformance stark ausfällt.
Großinvestition in OpenAI abgeschlossen
SoftBank hat Ende Dezember seine im März 2025 zugesagte Zusatzinvestition in OpenAI vollständig erfüllt. Über den Vision Fund 2 flossen weitere 22,5 Milliarden US‑Dollar, sodass das Gesamtengagement nun bei 30 Milliarden US‑Dollar liegt.
Wesentliche Eckpunkte der Beteiligung:
- Gesamtinvestition SoftBank in OpenAI: 30 Mrd. US‑Dollar
(7,5 Mrd. US‑Dollar erste Tranche + 22,5 Mrd. US‑Dollar zweite Tranche) - Aktueller Anteil an OpenAI: rund 11 %
- Zusätzliche Beiträge Dritter: 11 Mrd. US‑Dollar
- Gesamtvolumen des Konsortiums: 41 Mrd. US‑Dollar
Damit zählt SoftBank zu den größten Anteilseignern von OpenAI und erhöht seine direkte Exponierung gegenüber dem KI‑Softwarebereich deutlich.
DigitalBridge-Kauf stärkt Infrastruktur
Kurz nach der OpenAI-Transaktion hat SoftBank den nächsten Schritt auf der Infrastrukturseite angekündigt. Für 4 Milliarden US‑Dollar Unternehmenswert soll der Digitalinfrastruktur-Spezialist DigitalBridge übernommen werden.
Die Konditionen im Überblick:
- Bewertung der DigitalBridge-Aktie: 16,00 US‑Dollar je Anteil
- Aufschlag auf den Schlusskurs vom 26. Dezember: 15 %
- Prämie auf den unbeeinflussten 52‑Wochen-Durchschnitt: 50 %
DigitalBridge managt 108 Milliarden US‑Dollar an digitalen Infrastrukturwerten, darunter:
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- Rechenzentren
- Mobilfunkmasten
- Glasfaser-Netze
- Edge-Infrastruktur
Der Abschluss der Transaktion wird in der zweiten Hälfte 2026 erwartet, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen. DigitalBridge soll unter CEO Marc Ganzi als eigenständige Plattform weitergeführt werden.
Strategischer Hintergrund: Infrastruktur für KI
SoftBank formuliert als übergeordnetes Ziel die Realisierung von Artificial Super Intelligence. Die Übernahme von DigitalBridge zielt auf eine Engstelle, die im KI‑Boom immer stärker in den Vordergrund rückt: die physische Infrastruktur, um KI‑Modelle im globalen Maßstab zu trainieren, auszurollen und zu betreiben.
Die Transaktion ergänzt eine bereits bestehende Kooperation: Gemeinsam mit OpenAI investiert SoftBank 1 Milliarde US‑Dollar in SB Energy für einen 1,2‑Gigawatt‑KI‑Rechenzentrums-Campus in Texas. Zusammengenommen entsteht so ein Verbund aus Beteiligung an der KI‑Softwareebene und direktem Zugang zu Rechenzentrums- und Energieinfrastruktur.
Kursentwicklung und Vision Fund-Effekt
Trotz der strategischen Weichenstellungen steht die Aktie kurzfristig unter gemischtem Einfluss. In den letzten 30 Tagen ergibt sich ein Kursplus von 8,62 %, über 90 Tage betrachtet liegt die Rendite dagegen bei minus 23,34 %. Neubewertungen im Vision Fund und mögliche Asset-Verkäufe prägen derzeit die Stimmung.
Im längeren Rückblick bleibt die Wertentwicklung sehr stark:
- 1‑Jahres-Gesamtrendite: 85,05 %
- 3‑Jahres-Gesamtrendite: 192,64 %
- Aktueller Kurs: 4.263 Yen
Die Ertragsprognosen der Analysten für das Geschäftsjahr 2028 gehen weit auseinander. Die Schätzungen reichen von 107,5 Milliarden Yen auf der Unterseite bis zu 1.250,7 Milliarden Yen am oberen Ende. Die große Bandbreite spiegelt das schwankungsanfällige, investitionsgetriebene Geschäftsmodell von SoftBank wider.
Nächster Termin: Q3-Zahlen im Februar
SoftBank legt die Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025 am 12. Februar vor. Der Finanzbericht soll am Nachmittag (15:30 Uhr JST) veröffentlicht werden, anschließend präsentiert CFO Yoshimitsu Goto die Zahlen. Im Fokus dürfte stehen, wie sich die jüngsten Großinvestitionen und die Entwicklung des Vision Fund konkret in Bilanz, Ertragslage und Ausblick niederschlagen.
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