SoftBank Aktie: PayPay-Börsengang ein Erfolg
Der erfolgreiche US-Börsengang von PayPay verschafft SoftBank einen wichtigen Liquiditätspuffer, während der Konzern unter Bilanzdruck und einer negativen Ratingeinstufung steht.

Kurz zusammengefasst
- Größtes US-Listing eines japanischen Unternehmens seit zehn Jahren
- IPO-Erlös von rund 880 Millionen US-Dollar erzielt
- Starke Nachfrage durch Ausübung der Mehrzuteilungsoption
- Wichtiger Schritt zur Verbesserung der Portfolioliquidität
PayPays US-Börsengang ist abgeschlossen — und die Zahlen können sich sehen lassen. Die Underwriter haben ihre Mehrzuteilungsoption vollständig ausgeübt, was starke institutionelle Nachfrage signalisiert. Für SoftBank kommt das zu einem Zeitpunkt, an dem der Konzern unter erheblichem Bilanzdruck steht.
Größtes japanisches US-Debüt seit zehn Jahren
Am 13. März 2026 platzierte PayPay Corporation 54,99 Millionen American Depositary Shares zu je 16 US-Dollar — unterhalb der ursprünglich anvisierten Spanne von 17 bis 20 Dollar. Am 27. März übten die Underwriter ihre Option auf weitere 8,25 Millionen ADS vollständig aus. Insgesamt wurden damit rund 63,2 Millionen ADS ausgegeben.
Der Nettoerlös für PayPay belief sich auf umgerechnet rund 603 Millionen US-Dollar. Gemeinsam mit dem Verkauf von Anteilen durch den SoftBank-Vision-Fund-2-Vehikel SVF II Piranha kamen insgesamt 879,8 Millionen Dollar zusammen — das größte US-Listing eines japanischen Unternehmens seit einem Jahrzehnt.
Der Markt nahm die Aktie freundlich auf: Am ersten Handelstag legte der Kurs um 14 Prozent zu und schloss bei 18,16 Dollar. Das bewertet PayPay, das Ende 2025 rund 72 Millionen registrierte Nutzer zählte, mit etwa 12,1 Milliarden Dollar.
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Liquiditätspuffer in angespannter Lage
Für SoftBank ist der erfolgreiche Exit mehr als ein symbolischer Meilenstein. S&P Global hat den Ausblick für den Konzern zuletzt auf „negativ“ gesenkt — mit Verweis auf die geplante Zusatzinvestition von 30 Milliarden Dollar in OpenAI, die SoftBanks Gesamtengagement beim ChatGPT-Entwickler auf 64,6 Milliarden Dollar treiben würde. Das Rating selbst verbleibt bei „BB+“.
CFO Yoshimitsu Goto räumte ein, dass die Loan-to-Value-Ratio des Konzerns — bereits von 16,5 auf 20,6 Prozent gestiegen — die selbst gesetzte Obergrenze vorübergehend überschreiten dürfte. S&P signalisierte, den Ausblick wieder anzuheben, sollte SoftBank seine Portfolioliquidität durch weitere IPOs verbessern und gleichzeitig die Verschuldungsquote durch Assetverkäufe senken.
Der PayPay-Erlös ist ein konkreter Schritt in diese Richtung — der erste US-Börsengang einer SoftBank-Mehrheitsbeteiligung seit dem Arm-IPO 2023, das den Chip-Designer damals mit 54,5 Milliarden Dollar bewertete. Arm kommt heute auf fast 130 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung. Ob PayPay eine ähnliche Kursentwicklung hinlegen kann, wird sich zeigen — zunächst zählt für SoftBank vor allem der freigesetzte Liquiditätspuffer.
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