SoftBank Aktie: PayPay-Börsengang, KI-Risiken

SoftBank feiert starkes PayPay-Debüt an der Nasdaq, während hohe KI-Finanzierungen zu einer negativen Kreditbewertung durch S&P führen.

Kurz zusammengefasst:
  • PayPay-Aktie startet deutlich über Ausgabepreis
  • S&P stuft SoftBank-Kreditausblick auf negativ herab
  • Bridgekredit für OpenAI-Beteiligung in Verhandlung
  • Konzern meldet starke Gewinne im Geschäftsjahr

PayPay, die japanische Digital-Payment-Tochter von SoftBank, hat vergangene Woche an der Nasdaq ein starkes Debüt hingelegt. Die Aktie schloss am Freitag bei 21,14 Dollar – weit über dem Ausgabepreis von 16 Dollar. Für SoftBank ist das ein Erfolg. Gleichzeitig wächst der Druck auf die Muttergesellschaft, denn die KI-Wetten des Konzerns hinterlassen deutliche Spuren in der Bilanz.

Ein IPO unter Preis – und trotzdem gefragt

PayPay und ein SoftBank-Fonds platzierten insgesamt 55 Millionen American Depositary Shares zu je 16 Dollar – unterhalb der ursprünglich anvisierten Spanne von 17 bis 20 Dollar. Als Grund nannte das Unternehmen geopolitische Unsicherheiten. Trotzdem war die Nachfrage stark. Bereits am ersten Handelstag am 12. März eröffnete die Aktie rund 19 Prozent über dem Ausgabepreis, was PayPay zunächst mit etwa 12,7 Milliarden Dollar bewertete. Insgesamt flossen durch das IPO 879,8 Millionen Dollar ein.

SoftBank

JP3436100006
-
Heute: -
7 Tage: -

SoftBank behält die Mehrheit an PayPay. Wird die Mehrzuteilungsoption vollständig ausgeübt, sinkt die Beteiligungsquote auf rund 28,5 Prozent. Es ist der erste US-Börsengang einer SoftBank-Mehrheitsbeteiligung seit dem Arm-IPO im Jahr 2023.

PayPay selbst hat sich vom reinen Zahlungsdienstleister zu einer Finanzplattform entwickelt, die Kredit, Banking, Wertpapiere und Versicherungen umfasst. Das Transaktionsvolumen im Zahlungssegment überstieg 2025 die Marke von 15 Billionen Yen – mit jährlichen Wachstumsraten von über 20 Prozent seit 2019. Im Februar 2026 schloss das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit Visa, um den US-Markt zu erschließen. Zudem steht die vollständige Integration von Line Pay bis Ende März 2026 an.

KI-Finanzierung belastet die Kreditwürdigkeit

Hinter dem Börsenerfolg der Tochter verbirgt sich eine wachsende Belastung für den Mutterkonzern. SoftBank verhandelt derzeit über einen Bridgekredit von bis zu 40 Milliarden Dollar – vorwiegend zur Finanzierung seiner OpenAI-Beteiligung. JPMorgan Chase gehört zu den vier Banken, die die Fazilität mit einer Laufzeit von rund zwölf Monaten zeichnen sollen.

Der Schritt folgt auf eine 110-Milliarden-Dollar-Finanzierungsrunde von OpenAI, an der neben SoftBank auch Amazon und Nvidia beteiligt sind und die OpenAI mit rund 730 Milliarden Dollar bewertet. Bloomberg Intelligence schätzt, dass SoftBank seit 2025 mehr als 70 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investiert hat – finanziert durch Schulden und Portfolioverkäufe.

S&P Global hat darauf reagiert und den Kreditausblick für SoftBank von stabil auf negativ revidiert. Die Ratingagentur begründete dies mit Bedenken zur Liquidität und zur Portfolioqualität. Die Kreditausfallversicherungen (CDS) des Konzerns weiteten sich auf ein Elfmonatshoch von rund 355 Basispunkten aus – die höchsten unter japanischen Großunternehmen.

Starke Gewinne, aber wachsende Abhängigkeit

Die jüngsten Quartalszahlen zeigen die andere Seite des Bildes. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025 wies SoftBank einen Nettogewinn von 3,17 Billionen Yen aus – umgerechnet etwa 20,7 Milliarden Dollar. Der Vision Fund drehte nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum auf einen Gewinn von 3,6 Billionen Yen. Der Telekomarm SoftBank Corp. steigerte den Umsatz im gleichen Zeitraum um acht Prozent auf einen Rekordwert von 5,2 Billionen Yen.

Die Abhängigkeit vom KI-Narrativ ist dabei kaum zu übersehen. OpenAI ist inzwischen eine der größten Einzelpositionen im Portfolio – neben der rund 90-prozentigen Beteiligung an Arm Holdings. Ob das Wachstum der KI-Investitionen die Belastungen für Liquidität und Kreditprofil langfristig rechtfertigt, wird SoftBank spätestens mit den Jahreszahlen im Mai 2026 beantworten müssen.

SoftBank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SoftBank-Analyse vom 16. März liefert die Antwort:

Die neusten SoftBank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SoftBank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SoftBank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Community Forum zu SoftBank

Hebelprodukte konnten nicht geladen werden.

Weitere Artikel zu SoftBank

Neueste News

Alle News

SoftBank Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten