Donnerstag war ein besonderer Tag für SoftBank: Die Tochter PayPay debütierte an der Nasdaq — der größte US-Börsengang eines japanischen Unternehmens seit einem Jahrzehnt. Der Start verlief durchwachsen, lieferte aber zumindest an der Handelsfront eine positive Überraschung.
Der IPO im Detail
PayPay platzierte seine American Depositary Shares zu je 16 Dollar — unterhalb der ursprünglich anvisierten Spanne von 17 bis 20 Dollar. Zusammen mit einem SoftBank-Fonds flossen durch den Verkauf von rund 55 Millionen Anteilen knapp 880 Millionen Dollar in die Kassen. Die niedrigere Preisfindung spiegelt das schwierige Marktumfeld wider: Geopolitische Spannungen trieben zuletzt die Ölpreise nach oben, schürten Inflationssorgen und dämpften den Appetit auf Neuemissionen.
Am ersten Handelstag erholte sich die Aktie spürbar. PayPay schloss am Freitag bei 18,16 Dollar — ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis. Das bewertet das Unternehmen mit rund 12,1 Milliarden Dollar. SoftBank behält nach dem IPO die Kontrolle: Mit etwa 92 Prozent der Stimmrechte bleibt der Konzern klar das dominierende Kraftzentrum, auch wenn der direkte Anteilsbesitz von 34 auf gut 28 Prozent sinkt.
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Druck auf die Muttergesellschaft
Während PayPay an der Nasdaq zulegte, stand die SoftBank-Aktie in Tokio unter Druck. Am selben Tag verlor sie 4,7 Prozent — ein Rückgang, der Milliarden an Marktkapitalisierung vernichtete. Belastet wurde die Stimmung zusätzlich durch Berichte über die überraschende Absage eines milliardenschweren Rechenzentrumsprojekts in Texas, an dem OpenAI und Oracle beteiligt waren.
Die jüngsten Verluste reihen sich in ein schwieriges Jahr ein: Über die vergangenen 30 Tage büßte SoftBank rund 20 Prozent ein, seit Jahresbeginn sind es knapp 19 Prozent. Das Unternehmen gilt als besonders anfällig für ein Umfeld mit hohen Zinsen — einerseits wegen seiner Verschuldung, andererseits wegen der spekulativen Bewertungen vieler Portfolio-Unternehmen.
Der PayPay-Börsengang ist Teil von SoftBanks Strategie, Kapital aus bestehenden Beteiligungen freizusetzen, um die eigenen KI-Investitionen zu finanzieren. Ob das reicht, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, hängt maßgeblich davon ab, wie sich das Marktumfeld in den kommenden Wochen entwickelt — und ob weitere Portfolio-Projekte ins Stocken geraten.
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