SoftBank steht unter Druck – und das gleich von mehreren Seiten. Eine projektbezogene Gebühr ist laut einem Bericht vom heutigen Donnerstag um mehr als 90 Prozent eingebrochen. Hintergrund ist die anhaltende Unsicherheit rund um ein 550-Milliarden-Dollar-Handelsabkommen zwischen den USA und Japan.
Handelsstreit belastet Einnahmen
Das bilaterale Abkommen zwischen Washington und Tokio befindet sich in einer Phase der Instabilität – mit direkten Folgen für die finanziellen Vereinbarungen der beteiligten Unternehmen. Neben SoftBank wird in diesem Zusammenhang auch GE Vernova genannt. Solange die Einzelheiten des Deals ungeklärt bleiben, dürfte die Zurückhaltung der Marktteilnehmer anhalten.
Die Aktie reagierte entsprechend: Am Donnerstag schloss das Papier bei 3.558 JPY, ein Tagesrückgang von 5,12 Prozent.
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Fortschritt bei 6G-Effizienz
Abseits der handelspolitischen Turbulenzen meldet SoftBank Corp. einen technischen Erfolg. Gemeinsam mit AGC Inc. gelang es, den Energiebedarf für 6G-Netzwerke auf etwa ein Achtel des herkömmlichen Niveaus zu senken. Eine vereinfachte Antennenkonfiguration lieferte in Feldtests eine Netzabdeckung, die mit klassischen Massive-MIMO-Antennen vergleichbar ist. Die Entwicklung ist Teil einer langfristigen Netzwerkstrategie, die bis 2031 reicht.
Notenbank hält Kurs
Zusätzlichen Gegenwind lieferte die Bank of Japan. Sie beschloss heute mit einer 8-zu-1-Mehrheit, den Leitzins bei 0,75 Prozent zu belassen. Das abweichende Mitglied votierte für eine Anhebung auf 1,0 Prozent. Die Notenbank warnte zudem, dass geopolitische Spannungen – insbesondere der Konflikt um den Iran – über steigende Ölpreise inflationstreibend wirken könnten. Der Yen näherte sich daraufhin der Marke von 160 je US-Dollar.
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