SoftBank Aktie: Rekordkurs dank Frankreich-Offensive
SoftBank überholt Toyota als wertvollstes Unternehmen Japans und plant milliardenschwere KI-Infrastruktur in Frankreich.

Kurz zusammengefasst
- Aktie erreicht neues Allzeithoch
- Arm Holdings treibt Kursgewinn an
- KI-Rechenzentrum in Frankreich geplant
- 75 Milliarden Euro Investitionssumme
Japans wertvollstes Unternehmen — das ist seit heute SoftBank. Der Konzern hat Toyota überholt und gleichzeitig mit einem gigantischen Infrastrukturprojekt in Frankreich für Aufsehen gesorgt.
Die Aktie kletterte an der Tokioter Börse auf ein Rekordhoch von 8.546 Yen — ein Tagesplus von mehr als 13 Prozent. Die Marktkapitalisierung erreichte damit rund 48 Billionen Yen, umgerechnet etwa 305 Milliarden Dollar.
Arm als Kursmotor
Hinter dem Kurssprung steckt vor allem eine Meldung aus dem Chip-Sektor. Nvidia präsentierte neue Prozessoren, die auf der Plattform von Arm Holdings basieren — darunter auch Chips für Windows-Geräte, entwickelt gemeinsam mit Microsoft. Für Arm bedeutet das potenziell erhebliche Lizenzeinnahmen, da das Geschäftsmodell genau auf solchen Lizenzgebühren beruht.
SoftBank hält rund 90 Prozent an dem britischen Chip-Designer. Arm-Aktien haben sich in diesem Jahr mehr als verdreifacht, und die Kursgewinne übertragen sich unmittelbar auf SoftBank. Hinzu kommt der zuvor bekannt gewordene Buchgewinn auf das OpenAI-Investment — seit Jahresbeginn steht SoftBank damit mit über 80 Prozent im Plus.
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Rechenzentrum im Norden Frankreichs
Parallel zieht SoftBank mit einem konkreten Infrastrukturprojekt nach. Im nordfranzösischen Bosquel soll ein KI-Rechenzentrum-Campus mit einer Kapazität von einem Gigawatt entstehen — entwickelt über ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem SoftBank die Mehrheit hält. Partner ist die französische Infrastrukturgesellschaft Sesterce Group.
Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Zusage: SoftBank hat beim „Choose France“-Gipfel 2026 insgesamt fünf Gigawatt an KI-Infrastruktur für Frankreich angekündigt. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 75 Milliarden Euro über fünf Jahre. Der geplante Campus soll große europäische Märkte von Paris bis Frankfurt versorgen und nach Inbetriebnahme rund 400 Dauerarbeitsplätze schaffen.
Das Vorhaben zeigt, wie entschlossen SoftBank den Übergang vom reinen Investor zum aktiven KI-Infrastrukturanbieter vollzieht. Ob der Konzern dabei dauerhaft die Bewertungsführung in Japan behaupten kann, hängt letztlich am weiteren Schicksal von Arm — und am Tempo des globalen KI-Ausbaus.
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