SoftBank Aktie: S&P hebt Ausblick auf Stabil
S&P verbessert SoftBanks Bonitätsausblick auf Stabil, doch die Aktie verliert deutlich. Konzern investiert Milliarden in KI und OpenAI.
Kurz zusammengefasst
- S&P stuft Ausblick auf Stabil hoch
- Aktie verliert trotz positiver Nachricht
- Milliarden-Investition in OpenAI geplant
- KI-Expansion mit Sierra in Japan
S&P Global Ratings gibt Entwarnung, aber die Börse schickt den 185 Milliarden Euro schweren Konzern auf Talfahrt. Während die Bonitätswächter den Ausblick für SoftBank am Donnerstag auf „Stabil“ anheben, rutscht der Kurs deutlich ins Minus. Marktteilnehmer gewichten die kurzfristige Volatilität derzeit höher als die verbesserte Kreditwürdigkeit.
S&P setzt auf Arm-Effekt
Die Ratingagentur korrigierte ihre Einschätzung von „Negativ“ auf „Stabil“. Grund dafür ist die deutliche Erholung der Vermögenswerte im Portfolio. Vor allem der Kursanstieg der Halbleiter-Tochter Arm Holdings stützt die Bilanz massiv. Das Unternehmen macht mittlerweile über 40 Prozent des gesamten investierten Kapitals von SoftBank aus.
An der Börse verpuffte die Nachricht jedoch fast vollständig. Die Aktie verlor im Tagesverlauf rund 7,06 Prozent an Wert. Mit einem aktuellen Kurs von 30,99 Euro setzt sich der Abwärtstrend der vergangenen Wochen fort. Im Vergleich zum Vormonat verlor das Papier bereits rund 18 Prozent.
Milliarden für OpenAI
Das Management treibt den Fokus auf künstliche Intelligenz derweil entschlossen voran. Der Vision Fund 2 hat gerade weitere 10 Milliarden US-Dollar in OpenAI investiert. Diese Summe ist Teil einer geplanten Milliarden-Offensive. Das gesamte Volumen der Beteiligung soll auf 30 Milliarden US-Dollar steigen.
Parallel dazu baut die Konzerntochter SoftBank Corp. ihr operatives KI-Geschäft aus. Seit dieser Woche fungiert das Unternehmen als exklusiver Vertriebspartner für die Plattform Sierra in Japan. Erste Anwendungen beim Mobilfunkanbieter LINEMO zeigen bereits messbare Erfolge. Die dort eingesetzten KI-Agenten lösen Kundenanfragen effizienter als bisherige Systeme.
Billionen-Wette auf die Infrastruktur
Konzernchef Masayoshi Son weist die Sorge vor einer KI-Blase zurück. Er bezeichnete entsprechende Warnungen am Dienstag als absurd. Seine Prognose für die Zukunft ist gewaltig. Son schätzt, dass bis zum Jahr 2040 jährlich fünf Billionen US-Dollar in die KI-Infrastruktur fließen müssen.
Der Konzernlenker erwartet, dass künstliche Intelligenz bis dahin rund 20 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet. Die verbesserte Bewertung durch S&P verschafft SoftBank den nötigen Spielraum für diese langfristigen Wetten. Auch wenn der Kurs bei Arm Holdings schwankt, sieht die Ratingagentur die finanzielle Kapazität des Konzerns innerhalb der sicheren Grenzen.
Die nächste Phase dieser Strategie steht bereits fest. Im Oktober wird die dritte Tranche der Investition in OpenAI erwartet. Anleger werden bis dahin genau beobachten, ob die operativen Fortschritte bei Sierra die Stimmung drehen können.
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