SoftBank Aktie: Teurer KI-Hunger
SoftBank meldet starken Gewinnsprung durch KI-Beteiligungen, doch die massiven Ausgaben für OpenAI und Co. führen zu einer negativen Ratingeinstufung und steigenden Kreditrisikoprämien.

Kurz zusammengefasst
- Starker Quartalsgewinn nach früheren Verlusten
- Ratingagentur S&P senkt Ausblick auf negativ
- Neue Beteiligung an KI-Chip-Startup Kandou AI
- Pläne für milliardenschweres US-Gaskraftwerk
Der japanische Technologiekonzern treibt den Ausbau seines KI-Imperiums unermüdlich voran. Mit dem Einstieg beim Chip-Startup Kandou AI sichert sich SoftBank einen weiteren Baustein für energieeffiziente Rechenleistung. Während sich die massiven Investitionen in Unternehmen wie OpenAI langsam in den Bilanzen auszahlen, wächst an den Kreditmärkten spürbar die Nervosität über das aggressive Ausgabetempo.
Neuer Baustein im Hardware-Portfolio
Am Montag gab das Unternehmen die Beteiligung an einer 225 Millionen US-Dollar schweren Finanzierungsrunde für Kandou AI bekannt. Das von einem ehemaligen Goldman-Sachs-Manager geführte Startup wird damit nun mit 400 Millionen Dollar bewertet. Kandou entwickelt kostengünstige und energieeffiziente KI-Systeme.
Für SoftBank ist dies ein logischer Schritt, um die gesamte Wertschöpfungskette der KI-Hardware abzudecken. Bereits im vergangenen Jahr schluckten die Japaner den US-Chipdesigner Ampere für 6,5 Milliarden Dollar. Zudem profitiert der Konzern von seiner großen Beteiligung am britischen Chipentwickler Arm, dessen Kurs durch das starke Wachstum abseits des klassischen Smartphone-Geschäfts beflügelt wird.
Gewinnsprung trifft auf Rating-Sorgen
Finanziell scheinen sich die strategischen Wetten auszuzahlen. Im Schlussquartal 2025 kehrte SoftBank mit einem Gewinn von 248,6 Milliarden Yen in die schwarzen Zahlen zurück, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein deutlicher Verlust von 369 Milliarden Yen zu Buche stand. Finanzchef Yoshimitsu Goto führt diesen Aufschwung vor allem auf lukrative Beteiligungen wie OpenAI und Arm zurück. Allein in den ChatGPT-Entwickler flossen bisher knapp 35 Milliarden Dollar, was SoftBank einen Anteil von etwa elf Prozent sichert.
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Genau diese Ausgabenfreude ruft nun allerdings die Ratingagenturen auf den Plan. S&P Global Ratings senkte den Ausblick für SoftBank kürzlich von „stabil“ auf „negativ“. Als Grund nannten die Analysten das zusätzliche 30-Milliarden-Dollar-Investment in OpenAI, welches die Liquidität und Portfolioqualität belasten könnte. Die Nervosität der Anleger zeigt sich auch bei den Kreditausfallversicherungen (CDS). Die Prämien für fünfjährige Papiere stiegen auf rund 355 Basispunkte und markieren damit den höchsten Stand seit April 2025.
Fundament für den Energiehunger
Neben Chips und Software kümmert sich der Konzern zunehmend um die physische Grundlage des KI-Booms. Vergangene Woche wurden konkrete Pläne für ein 33,3 Milliarden Dollar teures Gaskraftwerk in Ohio bekannt, das Teil eines umfassenden japanischen Investitionspakets in den USA ist. Die Anlage soll langfristig 9,2 Gigawatt Leistung erbringen.
Mit dem Einstieg bei Kandou AI und dem parallelen Aufbau gigantischer Energie-Infrastrukturen zementiert SoftBank seinen Anspruch als dominierender Akteur im KI-Sektor. Die Kombination aus Chip-Design, Rechenzentren und eigener Stromversorgung bildet eine geschlossene Wertschöpfungskette, die ab Anfang 2028 mit der Inbetriebnahme der ersten 800 Megawatt des Kraftwerks in Ohio ihre volle operative Wirkung entfalten wird.
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