SoftBank: DigitalBridge-Deal mit 96% genehmigt

Fast zehn Prozent Kursverlust an einem einzigen Tag — das ist die Quittung, die SoftBank am 28. April 2026 für seine KI-Wette bekommen hat. Auslöser war ein Bericht des Wall Street Journal: OpenAI hat eigene Ziele für Nutzerwachstum und Umsatz verfehlt.
OpenAIs Wachstum stockt
Die Zahlen sind eindeutig. ChatGPT sollte bis Ende des Jahres eine Milliarde wöchentlich aktive Nutzer erreichen — diesen Meilenstein verfehlte OpenAI. Auch beim Jahresumsatz blieb das Unternehmen hinter den eigenen Prognosen zurück.
Der Grund: Googles Gemini gewann im Jahresverlauf deutlich Marktanteile. Anthropic drängte OpenAI im Bereich Coding und Unternehmenskunden zurück. In mehreren Monaten verpasste OpenAI seine monatlichen Umsatzziele.
Laut Wall Street Journal macht sich CFO Sarah Friar intern Sorgen. Die Ausgaben für Rechenzentren seien zu hoch. Die Einnahmen reichten möglicherweise nicht aus, um die eingegangenen Verträge zu tragen. OpenAI widersprach dem Bericht.
SoftBank trägt das Hauptrisiko
Für SoftBank ist OpenAI kein gewöhnliches Portfolio-Investment. Der japanische Konzern war Hauptankerpunkt bei OpenAIs jüngster Finanzierungsrunde — 122 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 852 Milliarden Dollar, der größten in der Geschichte des Silicon Valley.
Die Folge: SoftBank-Aktien schlossen in Tokio bei 5.268 Yen, ein Minus von 9,86 Prozent. Im vorbörslichen US-Handel fiel der Kurs zeitweise um bis zu elf Prozent. S&P Global hatte bereits im März den Ausblick für SoftBanks Kreditrating von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt — mit explizitem Verweis auf das OpenAI-Engagement.
Breite Ansteckung im KI-Sektor
Der Kursrutsch blieb nicht auf SoftBank beschränkt. Oracle, das einen Cloud-Vertrag mit OpenAI hält, verlor 4,1 Prozent. CoreWeave, ebenfalls OpenAI-Partner, fiel um 5,8 Prozent. AMD gab 3,4 Prozent nach, Nvidia 1,6 Prozent.
Der Markt stellt eine grundlegende Frage neu: Rechtfertigen die Einnahmen der KI-Anbieter die Hunderte von Milliarden Dollar, die Hyperscaler in Infrastruktur pumpen? Wenn ein Unternehmen wie OpenAI — mit 852 Milliarden Dollar bewertet — seine eigenen Ziele verfehlt, gerät die gesamte Investitionslogik unter Druck.
Parallel dazu genehmigten die Aktionäre von DigitalBridge am 23. April die geplante Übernahme durch SoftBank. Der Kaufpreis liegt bei 16,00 Dollar je Aktie. Der Abschluss ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. DigitalBridge soll als eigenständige Plattform innerhalb von SoftBank weitergeführt werden und KI-Infrastruktur aufbauen.
Der unmittelbare Stresstest kommt noch diese Woche: Alphabet, Amazon, Meta, Microsoft und Apple berichten ihre Quartalsergebnisse. Kürzen diese Konzerne ihre Ausgabenpläne für KI-Infrastruktur, dürfte der Druck auf den gesamten Sektor weiter steigen.
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