Solana: 77-Dollar-Marke im Fokus
Solana fällt überdurchschnittlich stark im schwachen Markt, während das Netzwerk mit Alpenglow das größte technische Upgrade seiner Geschichte vorbereitet.

Kurz zusammengefasst
- SOL verliert 3,8 Prozent an einem Tag
- Alpenglow-Upgrade startet im August
- ETF-Kapital von 900 Millionen Dollar
- Charttechnik: 77 Dollar als Schlüsselmarke
Ein Kursrückgang ohne erkennbaren Auslöser aus dem eigenen Netzwerk — genau das erlebte Solana am vergangenen Freitag. Während der gesamte Kryptomarkt nachgab, traf es SOL überdurchschnittlich hart. Gleichzeitig bereitet das Netzwerk mit Alpenglow das größte technische Upgrade seiner Geschichte vor. Diese Kombination aus kurzfristiger Schwäche und langfristigem Umbau prägt aktuell das Bild.
Abverkauf ohne hausgemachten Grund
Solana fiel am 24. Juli auf 73,53 Dollar und verlor an diesem Tag 3,8 Prozent. Der breitere Kryptomarkt gab im gleichen Zeitraum lediglich 1,1 Prozent ab. Der Rückgang kam nicht aus dem Projekt selbst.
Anleger bauten weltweit Risiko ab, ohne dass schlechte Nachrichten von Solana vorlagen. Steigende US-Renditen, ein stärkerer Dollar und Unsicherheit rund um regulatorische Fragen belasteten den gesamten Sektor. Der Rückgang gilt daher eher als Positionierungseffekt überfüllter Long-Positionen denn als Zeichen fundamentaler Probleme.
Charttechnik zwischen 72 und 80 Dollar
Aktuell pendelt SOL in einer engen Spanne zwischen 73,59 und 78,76 Dollar. Der Bereich um 80 Dollar wirkte zuletzt wiederholt als Deckel, an dem Käufer scheiterten. Unterstützungen liegen bei 74,83 und 73,76 Dollar, die stärkste Verteidigungszone bei 72 Dollar.
Ein Tagesschluss über 77 Dollar gilt unter Marktbeobachtern als möglicher Auslöser für eine Bewegung Richtung 125 Dollar. Der RSI notiert bei etwa 48 — ein Markt ohne klare Richtung. Über zwölf Monate hat der Token rund 61 Prozent an Wert verloren und liegt damit weiterhin etwa 75 Prozent unter seinem Allzeithoch.
Alpenglow und ETF-Kapital als Gegengewicht
Auf der fundamentalen Seite sieht die Lage freundlicher aus. Solana hat die Registrierung für Validatoren geöffnet, die am Alpenglow-Upgrade teilnehmen wollen — dafür sind neue kryptografische Schlüssel notwendig. Das Upgrade soll die endgültige Bestätigung eines Blocks von rund zwölf Sekunden auf etwa 150 Millisekunden verkürzen, die gestufte Einführung läuft zwischen August und Oktober 2026.
Die amerikanischen Solana-ETFs verwalten mittlerweile rund 900 Millionen Dollar. Zusammen mit Hyperliquid-Produkten stehen sie für fast 80 Prozent des Fondsvolumens außerhalb von Bitcoin und Ethereum — ein Beleg für institutionelles Interesse, das trotz des schwachen Kurses anhält.
Allerdings bleibt eine Einschränkung bestehen: Das ETF-Vermögen entspricht bei einer Marktkapitalisierung von rund 43 Milliarden Dollar nur etwa zwei Prozent, während Bitcoin bei fast neun Prozent liegt. Selbst ein reibungsloser Alpenglow-Start dürfte daher zunächst eher die Stabilität als eine schnelle Vervielfachung des Kurses stützen.
Die kommenden Wochen entscheiden, ob SOL die 77-Dollar-Marke überwinden kann. Gelingt das, öffnet sich laut Charttechnikern der Weg Richtung 125 Dollar. Bricht der Kurs dagegen unter die Unterstützungszone bei 72 Dollar, rückt die tiefere Marke um 63 Dollar in den Blick — parallel zur schrittweisen Aktivierung von Alpenglow zwischen August und Oktober.
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