Solana: Chinas Öffnung als Superzyklus-Auslöser
Solana-Company-Chef Joseph Chee hält eine Rückkehr Chinas zum Kryptohandel für möglich, während Peking am Verbot festhält.

Kurz zusammengefasst
- Chee erwartet bei Öffnung einen weiteren Superzyklus
- Solana Company baut gezielt Solana-Bestände auf
- Acht Behörden bekräftigten 2026 das Handelsverbot
- Hongkong gilt als mögliches erstes Signal
Ein Ex-Investmentbanker setzt auf Peking. Joseph Chee, CEO der Solana Company, hält eine Rückkehr Chinas zum Kryptohandel für möglich und erwartet davon einen weiteren Superzyklus. Seine Firma baut gezielt Bestände an Solana auf und profitiert damit unmittelbar von frischem Kapital im Markt. Das Potenzial einer Öffnung beziffert der frühere Asienchef des Investmentbankings bei der UBS knapp: „Es ist riesig.“
Die Demografie-These
Chee argumentiert mit der Größe des Kontinents. In Asien leben mehr Menschen als im Rest der Welt, entsprechend groß wäre die Basis an Nutzern und Händlern. Chinas harter Kurs habe das Wachstum gebremst, der US-Markt habe die Lücke nur teilweise gefüllt. Gelinge es Peking, den Handel zu regulieren und die Technologie für Unternehmen und den grenzüberschreitenden Handel freizugeben, werde Krypto einen weiteren Superzyklus durchlaufen.
Als Testfeld sieht Chee Hongkong. Südkorea könnte nach seiner Einschätzung als Modell dienen: gut beaufsichtigter Handel, begrenzt auf das Land, mit Ein- und Ausstieg über den Won. Die Regierung beobachte die Technologie genau, unterstützt von Thinktanks und Akademikern. Ignorieren könne sie diese nicht.
Kapitalflucht und Verbote
Die offizielle Linie zeigt derzeit in die Gegenrichtung. Anfang Februar 2026 bekräftigten acht Behörden um die People’s Bank of China das Handelsverbot von 2021. Sie weiteten es zudem auf Stablecoins aus, die sie als Gefahr für die Kontrolle über die eigene Währung betrachten.
Chee räumt die Hürden selbst ein. Zuerst müssten künftige Aufseher geschult werden. Hauptsorge der Regierung sei die Kapitalflucht, und Kryptowährungen lassen sich dabei schwer kontrollieren. Handel und Stablecoin-Ausgabe auf dem Festland blieben vorerst womöglich verboten, auch wenn Unternehmen und Behörden die Blockchain im kleinen Rahmen bereits nutzen.
Volatilität als Gegenargument
Auch den Verweis der Notenbank auf heftige Kursschwankungen lässt Chee gelten. Die Anlageklasse bleibe noch lange sehr volatil. Große Werte wie Bitcoin und Ethereum, mit der Zeit womöglich auch Solana, könnten stabiler werden. Anleger müssten das Risiko verstehen, die Regierung ausreichend warnen.
Auffällig: Chee bestätigt damit genau das Argument, mit dem Peking sein Verbot begründete. Zudem spricht er als Chef eines Unternehmens, das selbst von höheren Zuflüssen in Solana profitiert.
Ein erstes Signal dürfte aus Hongkong kommen. Jede Ausweitung des lizenzierten Kryptohandels dort stützt Chees These, jede weitere Mitteilung der People’s Bank of China zum Verbot spricht dagegen.
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