Solana: DeFi-Schub hält an

Solana etabliert sich als zweitgrößter Handelsplatz für Spotgeschäfte und verzeichnet starke institutionelle Zuflüsse, während das Ökosystem differenziert wächst.

Kurz zusammengefasst:
  • Zweitgrößter Handelsplatz für On-Chain-Spotvolumen
  • DEX-Volumen übertrifft Ethereum und BNB-Chain
  • Solana-ETFs überschreiten eine Milliarde Dollar
  • Technisches Upgrade Alpenglow für 2026 geplant

Solana startet mit Rückenwind ins neue Jahr. Starke On-Chain-Zahlen, wachsende ETF-Zuflüsse und ein technisches Upgrade in der Pipeline sorgen dafür, dass die Blockchain im Wettbewerb mit zentralen Börsen und anderen Netzwerken weiter Boden gutmacht. Spannend ist vor allem, wie klar sich die Handelsaktivität in Richtung Solana verschoben hat.

Kursbild und Marktstruktur

Zum Wochenauftakt behauptet Solana wichtige Unterstützungszonen und knüpft damit an die Erholung seit den Dezember-Tiefs an. Auf Wochensicht liegt die Performance klar im Plus, während der Coin auf 30-Tage-Sicht nur leicht zulegen konnte – ein Hinweis auf eine laufende Stabilisierung nach vorherigen Rücksetzern. Mit aktuell rund 135 US‑Dollar notiert SOL deutlich über seinem 50‑Tage‑Durchschnitt, bleibt aber noch weit unter dem 52‑Wochen‑Hoch.

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Auffällig ist: Der Markt bewegt sich aus einer klar überverkauften Phase heraus in eine neutralere Zone. Der RSI liegt mit gut 40 Punkten unterhalb der typischen Überkauft-Marken, was eher auf Spielraum nach oben als auf unmittelbare Erschöpfung hindeutet. Gleichzeitig signalisiert die erhöhte 30‑Tage‑Volatilität, dass Solana-Anleger weiterhin mit kräftigen Ausschlägen rechnen müssen.

On-Chain-Dominanz gegenüber zentralen Börsen

Den eigentlichen Akzent setzen die On-Chain-Daten. Laut Zahlen des Aggregators Jupiter kam Solana 2025 auf rund 1,6 Billionen US‑Dollar On-Chain-Spotvolumen. Damit steigt das Netzwerk zum weltweit zweitgrößten Handelsplatz für Kassageschäfte auf – hinter Binance, aber vor großen zentralisierten Börsen wie Coinbase, Bybit und Bitget.

Noch vor drei Jahren lag der Marktanteil von Solana im globalen Spotgeschäft bei etwa 1 %. Anfang 2026 sind es bereits rund 12 %. Dieser Sprung zeigt, wie stark das Netzwerk inzwischen als Handelsinfrastruktur akzeptiert wird – vor allem im DeFi-Bereich.

Besonders deutlich wird das bei den dezentralen Börsen (DEX) auf Solana:

  • DEX-Volumen auf Solana in den letzten 30 Tagen: 102 Mrd. US‑Dollar
  • Zum Vergleich:
  • Ethereum-DEX: 44 Mrd. US‑Dollar
  • BNB-Chain-DEX: 56 Mrd. US‑Dollar

Damit verarbeiten Solana-DEXs mehr Volumen als Ethereum- und BNB-Chain-DEXs zusammen. Marktbeobachter werten das als Hinweis darauf, dass Liquidität im DeFi-Segment zunehmend in Richtung Solana abwandert – getrieben von niedrigen Kosten und hoher Transaktionsgeschwindigkeit.

Institutionelle Zuflüsse über Solana-ETFs

Parallel dazu wächst das Engagement professioneller Anleger. Die in Solana-Spot-ETFs verwalteten Vermögen haben Anfang Januar die Marke von 1,02 Mrd. US‑Dollar überschritten. In der Woche bis zum 2. Januar flossen netto rund 10,4 Mio. US‑Dollar in SOL-Produkte.

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An der Spitze steht der Bitwise Solana ETF (BSOL) mit 681 Mio. US‑Dollar an Assets under Management, gefolgt von Angeboten von Grayscale und Fidelity. Dass die Zuflüsse trotz schwankungsreicher Gesamtmärkte anhalten, deutet auf einen eher langfristigen Anlagehorizont dieser Kundengruppe hin.

Gemischtes Bild im Ökosystem

Nicht alle Projekte im Solana-Universum profitieren gleichermaßen von der hohen Netzwerkauslastung. Auf Protokoll- und Tokenebene zeigt sich ein differenziertes Bild:

  • Jupiter (JUP):
    Jupiter dominiert zwar als Aggregator und Liquiditätsknoten, doch der Governance-Token JUP bleibt klar unter Druck. Mit Kursen zwischen 0,20 und 0,22 US‑Dollar liegt JUP rund 89 % unter seinem Allzeithoch. Solana-Mitgründer Anatoly Yakovenko verwies darauf, dass selbst ein aggressives Rückkaufprogramm im Umfang von 70 Mio. US‑Dollar im Jahr 2025 den Verkaufsdruck durch die monatliche Freigabe von 53 Mio. vestenden Tokens nicht ausgleichen konnte. Hier wird sichtbar, wie stark Tokenomics und Vesting-Strukturen den Kurs belasten können, selbst bei funktional erfolgreichen Protokollen.

  • Memecoins und Pump.fun:
    Die Plattform Pump.fun hat sich 2025 zu einem wesentlichen Treiber der Netzwerkauslastung entwickelt. Sie meldete kumulierte Handelsvolumina von über 150 Mrd. US‑Dollar im vergangenen Jahr. Der eigene Token der Plattform wird aktuell im Tausendstel-Cent-Bereich gehandelt, unterstreicht aber vor allem eines: Hochspekulative Memecoins spielen auf Solana eine wichtige Rolle für Volumen und Aktivität.

  • Alpenglow-Upgrade:
    Auf der Infrastrukturseite bereiten die Entwickler das „Alpenglow“-Upgrade für das erste Quartal 2026 vor. Ziel ist, die Transaktionsfinalität auf etwa 100 bis 150 Millisekunden zu verkürzen. Damit würde Solana den Geschwindigkeitsvorteil gegenüber anderen Layer‑1‑Blockchains weiter ausbauen und die Attraktivität für hochfrequente DeFi-Anwendungen noch erhöhen.

Regulierung und Ausblick auf das erste Quartal

Der regulatorische Rahmen könnte 2026 zusätzliche Impulse geben. Nach der Umstrukturierung der US-Börsenaufsicht SEC erwarten Marktteilnehmer eine veränderte Aufsichtspraxis gegenüber Kryptoassets. Für eine stark auf institutionelle Produkte und hohe On-Chain-Volumina angewiesene Plattform wie Solana wäre ein klarerer regulatorischer Kurs ein Vorteil.

Bereits jetzt verarbeitet das Netzwerk fast 2 Mrd. Transaktionen pro Monat und gewinnt Marktanteile gegenüber zentralen Handelsplätzen. Für das laufende Quartal werden zwei Punkte entscheidend: Zum einen, ob Solana seine neue Rolle als wichtiger Spot-Handelsplatz im DeFi-Segment behaupten und ausbauen kann. Zum anderen, wie sich die Angebotsdynamik zentraler Ökosystem-Token wie JUP entwickelt – denn hier entscheidet sich, ob das starke Fundament der Blockchain auch nachhaltig in stabile Tokenmärkte übersetzt wird.

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