Solana startet ins neue Jahr mit einem Spannungsfeld aus schwachem Vorjahr, stabilisierter Kurszone und starken On-Chain-Daten. Während viele Anleger nach dem volatilen Krypto-Jahr 2025 zurückhaltend bleiben, liefert das Netzwerk selbst neue Rekorde – vor allem im Bereich tokenisierter Real-World Assets (RWA) und bei der Aktivität von Entwicklern. Im Zentrum steht die Frage, ob diese fundamentale Stärke ausreicht, um dem Kurs nachhaltig neuen Schwung zu geben.
Preisbild und technischer Kontext
SOL hat sich zu Beginn der ersten Handelswoche 2026 im Bereich um 130 US-Dollar eingependelt und damit die Verluste der vergangenen Wochen zumindest teilweise aufgeholt. Auf Wochensicht steht ein Plus von gut 5 %, auf 30-Tage-Sicht allerdings noch ein Minus von rund 9 %. Seit Jahresbeginn liegt die Performance damit faktisch bei null.
Der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch von 234,62 US-Dollar ist mit knapp 46 % deutlich, gleichzeitig notiert Solana nur gut 6 % über dem Tief der vergangenen zwölf Monate. Der Kurs liegt leicht unter dem 50‑Tage-Durchschnitt von 131,71 US-Dollar, was den Charakter einer laufenden Konsolidierung unterstreicht. Ein 14‑Tage‑RSI von 40,2 signalisiert eher neutral bis leicht angeschlagenes Momentum, während die 30‑Tage-Volatilität mit knapp 36 % weiterhin hoch ist, aber für Krypto-Verhältnisse nicht aus dem Rahmen fällt.
RWA-Boom und Netzwerkaktivität
Parallel zur eher unspektakulären Kursentwicklung legt die On-Chain-Seite deutlich zu. Besonders sichtbar ist das im RWA-Segment: Zum 2. Januar 2026 kletterte der in Solanas RWA-Ökosystem gebundene Wert auf ein Allzeithoch von 873 Millionen US-Dollar. Treiber ist die fortgesetzte Ausweitung tokenisierter Vermögenswerte auf der Chain – ein Thema, das viele Investoren als zentrale Brücke zwischen traditioneller Finanzwelt und Krypto verstehen.
Auch bei der reinen Nutzung sticht Solana hervor. In einem jüngeren Vergleichszeitraum verarbeitete das Netzwerk rund 232 Millionen Transaktionen, wovon etwa ein Viertel nicht auf Abstimmungsprozesse (non-vote) entfiel. Zum Vergleich: Ethereum kam im gleichen Zeitraum auf etwa 1,2 Millionen Transaktionen. Diese Dominanz bei der Durchsatzleistung wird von der Entwicklerbasis gestützt: Die Zahl aktiver Entwickler soll auf fast 17.708 gestiegen sein – ein neuer Höchststand und ein klares Signal, dass weiter intensiv an Anwendungen und Infrastruktur gebaut wird.
Technische Roadmap: Alpenglow-Upgrade
Für Anfang 2026 steht mit „Alpenglow“ eines der wichtigsten technischen Updates der Solana-Geschichte an. Im Kern geht es darum, die Zeit bis zur endgültigen Bestätigung von Transaktionen drastisch zu senken: von derzeit rund 12,8 Sekunden auf ein theoretisches Ziel von 100 bis 150 Millisekunden.
Möglich werden soll das durch zwei zentrale Bausteine:
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Solana?
- „Votor“ als Ersatz für den bisherigen Konsens-Mechanismus Tower BFT
- „Rotor“ zur optimierten Blockverbreitung im Netzwerk
Ziel ist es, Solanas Rolle als Ausführungsschicht für Hochfrequenz-Anwendungen zu festigen und Kapazitäten von dauerhaft über 10.000 Transaktionen pro Sekunde unter Normalbedingungen zu ermöglichen. Gelingt die Implementierung wie geplant, würde das die bestehende Stärke bei Transaktionsvolumen technologisch weiter untermauern.
Institutionelles Interesse und Corporate-News
Auf der Nachfrageseite erhält Solana zum Jahresstart prominente Unterstützung. Anthony Scaramucci, Gründer von SkyBridge Capital, hat SOL am 3. Januar 2026 öffentlich als einen seiner „Top-Altcoin-Picks“ für dieses Jahr genannt. Er verweist vor allem auf niedrige Kosten, hohe Geschwindigkeit und einfache Nutzung. In einem Atemzug nannte er auch Avalanche (AVAX) und Toncoin (TON), was Solana klar in die Gruppe der aus seiner Sicht aussichtsreichen Alternativen zu Bitcoin und Ethereum einordnet.
Auch im weiteren Solana-Ökosystem tut sich etwas auf der Finanzierungsseite. SOL Strategies Inc., ein Unternehmen mit Fokus auf Krypto-Treasury-Strategien, hat am 2. Januar 2026 ein „At-The-Market“-Aktienprogramm angekündigt. Darüber können bis zu 50 Millionen US-Dollar an neuen Stammaktien platziert werden. Das signalisiert, dass Firmen rund um den Token weiter aktiv Kapital aufnehmen, um ihre Aktivitäten auszubauen.
Gespaltene Stimmung am Markt
Trotz der positiven Signale aus Technik und Nutzung bleibt die Marktstimmung uneinheitlich. Verschiedene Indikatoren kommen aktuell zu unterschiedlichen Ergebnissen:
- Ein Fear-&-Greed-Index weist mit einem Wert von 57 eine neutrale Tendenz aus, getrieben durch hohe Werte bei Social-Media- und Suchinteresse.
- Andere Plattformen sehen mit einem Wert von 28 dagegen klar „Angst“ dominieren – eine Folge des schwachen Krypto-Jahres 2025 und der Tatsache, dass SOL noch deutlich unter wichtigen langfristigen gleitenden Durchschnitten notiert.
- Eine Sentiment-Analyse kommt sogar auf 89 % „bearish“, was den Druck durch die technische Großwetterlage widerspiegelt.
Dem entgegen stehen die Rekordwerte im RWA-Bereich, die hohe Transaktionsaktivität und das wachsende Entwicklerökosystem – sowie die öffentliche Unterstützung einzelner institutioneller Investoren. Es treffen also skeptische Charttechnik und robuste Fundamentaldaten aufeinander.
Fazit: Stabilisierung mit Chancenpotenzial
Zum ersten Wochenende 2026 befindet sich Solana damit in einer Übergangsphase: Der Kurs hat sich nach einem schwachen Vorjahr um die Marke von 130 US-Dollar stabilisiert, bleibt aber weit von früheren Hochs entfernt. Gleichzeitig erreicht die Nutzung des Netzwerks – insbesondere bei Real-World-Assets und Transaktionsvolumen – neue Bestmarken, und mit dem Alpenglow-Upgrade steht ein technologischer Schritt an, der das Profil als Hochgeschwindigkeits-Blockchain weiter schärfen soll. Entscheidend für die nächsten Monate wird sein, ob diese Mischung aus wachsender realer Nutzung, technischer Weiterentwicklung und selektivem institutionellen Interesse genügt, um die technisch belastete Stimmung in eine nachhaltige Erholung des SOL-Kurses zu drehen.
Solana: Kaufen oder verkaufen?! Neue Solana-Analyse vom 5. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Solana-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Solana-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Solana: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
