Solana steckt kurzfristig unter Druck, während die Aktivität auf der Blockchain neue Höchststände erreicht. Makroängste und Risikoaversion bremsen den Kurs, doch die On-Chain-Daten deuten auf ein kräftig wachsendes Netzwerk hin. Wie passt diese Diskrepanz zwischen Marktstimmung und fundamentaler Nutzung zusammen?
Kursdruck trifft Risikoaversion
Seit Anfang vergangener Woche hat Solana spürbar nachgegeben und notiert mit rund 133 US‑Dollar deutlich unter seinem 52‑Wochen-Hoch und mehr als 40 % darunter. Auf Wochensicht steht ein Rückgang von gut 4 % zu Buche, was die anhaltende Unsicherheit im Kryptomarkt widerspiegelt.
Auslöser der jüngsten Schwäche waren neue Zollankündigungen, die weltweit Risikoanlagen belastet haben. Im Krypto-Sektor dominierte ein „Risk-off“-Modus, viele Altcoins verzeichneten zweistellige Rückgänge. Der vielbeachtete Crypto Fear & Greed Index steht mit einem Wert von 59 nur im neutralen Bereich und signalisiert derzeit keinen klaren Trend – Anleger agieren eher zurückhaltend als euphorisch.
Institutionelle Zuflüsse bleiben stabil
Trotz der Korrektur ist das institutionelle Interesse an Solana ungebrochen. In der Handelswoche vom 12. bis 16. Januar flossen per Saldo 46,88 Millionen US‑Dollar in Solana-Spot-ETFs. An der Spitze stand der Bitwise Solana Spot ETF (BSOL), der den Löwenanteil der Mittelzuflüsse einsammelte.
Diese Entwicklung zeigt: Größere Marktteilnehmer nutzen die Schwächephase nicht zum Ausstieg, sondern erhöhen im Gegenteil ihr Engagement. Die Zuflüsse deuten auf einen weiterhin positiven langfristigen Blick der institutionellen Seite, auch wenn der Markt kurzfristig schwankt.
On-Chain-Daten: Nutzung zieht kräftig an
Während der Kurs korrigiert, legt die Nutzung des Netzwerks stark zu. Innerhalb von nur 24 Stunden wurden über 8 Millionen neue Adressen auf Solana angelegt. Die Zahl der aktiven Adressen stieg im Wochenvergleich um 56 % auf 27,1 Millionen.
Auch das Transaktionsvolumen legt zu: Wöchentlich werden inzwischen rund 515 Millionen Transaktionen abgewickelt. Diese Zahlen unterstreichen die hohe Kapazität der Blockchain und signalisieren, dass Solana im Alltag immer intensiver genutzt wird – vom Trading bis hin zu DeFi- und SocialFi-Anwendungen.
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Besonders auffällig ist der jüngste Mittelzufluss im Stablecoin-Segment. In einem 24‑Stunden-Zeitraum flossen rekordverdächtige 804 Millionen US‑Dollar an Stablecoins ins Solana-Ökosystem. Diese Gelder dienen als Liquidität für DeFi-Protokolle, Handel und sonstige Anwendungen und sind damit ein zentraler Baustein für eine lebendige On-Chain-Ökonomie.
Neue Token, mehr Projekte, wachsendes Ökosystem
Auf Projektebene bleibt Solana ebenfalls in Bewegung. Mit dem Zora-Token ($ZORA) ist ein weiterer prominenter Baustein in das Netzwerk gewechselt. Die auf die „Attention Economy“ ausgerichtete Kryptowährung war zuvor auf dem Ethereum-basierten Base-Netzwerk beheimatet und nutzt nun die hohe Liquidität und niedrigen Transaktionskosten von Solana.
Von diesem Schritt verspricht sich der Markt zusätzliche Nutzerströme, insbesondere aus dem SocialFi-Bereich, in dem Interaktion und Content im Mittelpunkt stehen. Mehr Nutzer und mehr Transaktionen auf Protokollen wie Zora können die bereits steigende On-Chain-Aktivität weiter verstärken.
Gleichzeitig erlebt das Thema „Long-Tail Assets“ und „Fair Launches“ eine Renaissance. Auf Launchpads wie Bags, die auf Solana aufsetzen, erreicht die Token-Erstellung den höchsten Stand seit August 2025. Die extrem niedrigen Gebühren im Sub-Cent-Bereich und die hohe Netzwerkgeschwindigkeit erleichtern es Kleinanlegern und Entwicklern, neue Token und Projekte zu testen – ein klarer Vorteil für ein dynamisches, experimentierfreudiges Ökosystem.
Regulatorische Perspektive in den USA
Auch auf der Regulierungsebene könnte sich mittelfristig Entscheidendes tun. In den USA liegt ein Gesetzesentwurf im Senat auf dem Tisch, der einen klareren Rahmen für Digital Assets schaffen soll. Gelingt dieser Schritt, könnte Solana regulatorisch auf eine vergleichbare Stufe mit Bitcoin und Ethereum gestellt werden.
Zwar verzögern sich Vorhaben wie der CLARITY Act immer wieder, doch die laufende Diskussion in Washington wird von Branchenbeobachtern als Signal gewertet, dass der Sektor insgesamt an institutioneller Akzeptanz gewinnt. Klare Regeln wären ein wichtiger Baustein für mehr Planungssicherheit bei Projekten, Investoren und großen Partnern.
Fazit: Kursschwäche trotz starker Fundamentaldaten
Unterm Strich steht eine auffällige Diskrepanz: Der Solana-Kurs leidet unter makrogetriebenem Risikoabbau, während die On-Chain-Fundamentaldaten – Nutzerzahlen, Transaktionen, Stablecoin-Liquidität und Projektzuwachs – deutlich nach oben zeigen. Die Kombination aus zunehmender Aktivität, spürbaren ETF-Zuflüssen und wachsender Projektpipeline spricht dafür, dass Solana strukturell gut aufgestellt ist, um die aktuelle Marktphase zu überstehen und seinen Wachstumspfad mittelfristig fortzusetzen.
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