Solid Power Aktie: Jahrestief bei 2,04 Euro
Der Batterieentwickler Solid Power kämpft mit massiven Kursverlusten nahe dem Jahrestief. Entscheidende Quartalszahlen im August.

Kurz zusammengefasst
- Aktie nahe Jahrestief von 2,04 Euro
- Fokus auf Lizenzmodell für Festkörper-Batterien
- Kursrutsch von über 15 Prozent in 30 Tagen
- Quartalszahlen im August mit Spannung erwartet
Solid Power steht mit dem Rücken zur Wand. Das Papier notiert aktuell gefährlich nah an seinem Jahrestief von 2,04 Euro. Für das Unternehmen aus Colorado geht es in diesen Wochen um die Existenz an der Börse.
Der Batterieentwickler will herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus ablösen. Das Ziel: brennbare Flüssigkeiten durch feste Materialien ersetzen. Diese Festkörper-Batterien versprechen eine höhere Reichweite und mehr Sicherheit für Elektroautos. Solid Power setzt dabei auf eine hohe Leitfähigkeit seiner proprietären Materialien.
Kapitalschonende Strategie als Kern
Das Unternehmen agiert primär als Zulieferer und Lizenzgeber. Dieses Modell unterscheidet die Firma von klassischen Zellherstellern. Statt ganzer Batterien liefert Solid Power vor allem den entscheidenden Elektrolyten auf Sulfidbasis. Die Firma spart sich so die Milliardeninvestitionen in eigene Fabriken.
Die Technik kommt bereits international zum Einsatz. Partner in Deutschland und Südkorea nutzen die Entwicklungen auf ihren Produktionslinien. In Colorado betreibt die Firma parallel dazu eigene Kapazitäten für die Testfertigung der nächsten Generation. Investoren beobachten nun genau, wie schnell die Produktion der Elektrolyte tatsächlich wächst.
Entscheidung im August
Finanziell verfügt Solid Power über eine hohe Liquidität. Das schützte die Aktie zuletzt jedoch nicht vor dem massiven Abverkauf. Innerhalb der vergangenen 30 Tage brach der Kurs um mehr als 15 Prozent ein. Vom 52-Wochen-Hoch bei 3,60 Euro ist das Papier inzwischen weit entfernt.
Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 33 eine überverkaufte Situation. Trotzdem fehlen bisher die Käufer, um den negativen Trend der letzten Woche zu stoppen. Die Volatilität bleibt mit rund 60 Prozent extrem hoch.
Im August veröffentlicht der Vorstand die Zahlen zum zweiten Quartal. Marktbeobachter achten dann besonders auf Fortschritte bei der Skalierung der Produktion und neue Details zu den Partnerschaften. Hält die Unterstützung am Jahrestief nicht, droht der Aktie der Fall in den Penny-Stock-Bereich.
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