Sony Aktie: Spider-Man und Wolverine liefern ab
Ein höheres Quartalsergebnis und Erfolge bei Film und Spiel veranlassen Sony zu optimistischeren Zielen für das Geschäftsjahr 2026/27.

Kurz zusammengefasst
- Operatives Quartalsergebnis steigt um 45 Prozent
- Umsatz im Quartal wächst um zehn Prozent
- Sony erhöht Jahresziel auf 1,87 Billionen Yen
- Aktie gewinnt vor Zahlenvorlage 7,07 Prozent
Sony hebt zum zweiten Mal in Folge seine Jahresziele an. Getragen wird die Revision von einem Kinohit und einem neuen PlayStation-Titel. Die Aktie hatte schon vor der Zahlenvorlage kräftig zugelegt.
Quartal übertrifft die Erwartungen
Im zweiten Geschäftsquartal bis Ende September stieg das operative Ergebnis um 45 Prozent auf gut 622 Milliarden Yen. Analysten hatten im Schnitt deutlich weniger erwartet. Der Umsatz wuchs um 10 Prozent auf 3,43 Billionen Yen.
Als Treiber nennt der Konzern den neuesten Spider-Man-Film und das PlayStation-5-Spiel Marvel’s Wolverine. Branchenexperte Hideki Yasuda von Toyo Research and Advice sieht darin den Ertrag der aggressiven Investitionen in Inhalte, die Sony in den vergangenen Jahren bei Filmen, Musik und Spielen getätigt hat.
Über das gesamte erste Halbjahr verdiente Sony unter dem Strich knapp 792 Milliarden Yen, nach rund 570 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie kletterte auf 134,30 Yen, nach 94,51 Yen.
Höhere Ziele für das Gesamtjahr
Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 erwartet das Management nun ein operatives Ergebnis von 1,87 Billionen Yen, umgerechnet etwa 10,5 Milliarden Euro. Beim Umsatz rechnet der Konzern mit 13 Billionen Yen.
Das ist ein spürbarer Sprung. Zuvor hatte Sony nur einen Erlös leicht über dem Vorjahreswert von 12,48 Billionen Yen eingeplant.
Aktie schon vor den Zahlen im Plus
Sony legte die Zahlen erst nach Börsenschluss in Tokio vor. Die Aktie hatte da bereits ihren jüngsten Aufschwung fortgesetzt und schloss 7,07 Prozent höher bei 4.211 Yen. Die Reaktion auf die Prognoseanhebung steht somit noch aus und zeigt sich frühestens im nächsten Handel in Tokio am Freitag.
Dann wird sich zeigen, wie viel von der Verbesserung der Markt bereits vorweggenommen hat. Die Latte liegt nach dem Kurssprung vom Donnerstag hoch: Ein Ergebnis, das die Konsensschätzung klar übertrifft, und ein erneut angehobener Ausblick liefern allerdings eine solide Grundlage.
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