S&P 500: Fed-Chef besänftigt Wall Street
Nach drei schwachen Handelstagen legten US-Aktien wieder zu. Aussagen zur Inflation stützten die Kurse, während Einzelwerte stark schwankten.

Kurz zusammengefasst
- S&P 500 gewinnt 0,46 Prozent
- John Williams dämpft Zinserhöhungs-Erwartungen
- Dell-Aktien steigen nach Prognoseanhebung
- Palo Alto und Credo verlieren deutlich
Nach drei Verlusttagen in Folge hat sich der amerikanische Aktienmarkt am Mittwoch wieder gefangen. Der S&P 500 legte um 0,46 Prozent auf 7.666,60 Punkte zu, der Dow Jones stieg um 0,56 Prozent auf 53.061,95 Punkte. Auslöser der Erholung waren beruhigende Signale aus der Notenbank und stabile Ölpreise trotz anhaltender Spannungen zwischen den USA und dem Iran.
Den Ausschlag gab ein Interview des New Yorker Fed-Chefs John Williams. Er sprach von Anzeichen einer nachlassenden Inflation und erklärte, die Auswirkungen der Zölle würden abklingen. Höhere Energiepreise schlügen bislang nicht auf andere Dienstleistungen durch. Am Markt wurde dies als Dämpfer für die zuletzt verbreitete Erwartung gewertet, eine Zinserhöhung im September sei so gut wie beschlossene Sache.
Einzelwerte sorgen für Bewegung
Unter den Einzeltiteln setzte Johnson & Johnson mit einem Rekordhoch und einem Plus von 1,5 Prozent auf gut 275 Dollar ein Ausrufezeichen. Die UBS hatte das Kursziel von 280 auf 320 Dollar angehoben und verwies auf eine sich beschleunigende Wachstumsstory des Pharma- und Medizintechnikkonzerns.
Noch deutlicher fiel die Reaktion bei Dell Technologies aus: Nach starken Quartalszahlen und einer angehobenen Jahresprognose schossen die Papiere um fast 16 Prozent nach oben, getrieben von der Nachfrage nach KI-Servern.
Gegenläufig entwickelten sich Palo Alto Networks und Credo Technology. Beide Unternehmen übertrafen mit ihren Ausblicken die Erwartungen, verloren aber dennoch über neun beziehungsweise rund ein Fünftel ihres Wertes – Anleger nutzten die vorangegangene Kursrally offenbar zu Gewinnmitnahmen.
Bewegung gab es auch bei T-Mobile US. Die Aktie legte nach einer Kreisemeldung um fast drei Prozent zu, wonach der aktivistische Investor Elliott einen beträchtlichen Anteil an der Deutschen Telekom aufgebaut haben soll. Elliott dringe darauf, angedachte Fusionspläne mit der US-Mobilfunktochter fallen zu lassen und stattdessen die Aktienrückkäufe deutlich auszuweiten.
Die Nahost-Lage bleibt trotz der Beruhigung an den Ölmärkten ein Unsicherheitsfaktor. Sollten sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran erneut zuspitzen, dürfte das die gerade erst gewonnene Stabilität schnell wieder infrage stellen.
S&P 500: Kaufen oder verkaufen?! Neue S&P 500-Analyse vom 3. September liefert die Antwort:
Die neusten S&P 500-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für S&P 500-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
S&P 500: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...