Space Exploration: 1,3 Billionen Dollar Bewertung nach IPO
Nach dem Börsendebüt rückt die mögliche Aufnahme in wichtige Aktienindizes in den Fokus. Passive Fonds könnten Milliarden investieren.

Kurz zusammengefasst
- Aktie pendelt um 185 US-Dollar
- Index-Aufnahme als Milliarden-Katalysator
- Starlink erwirtschaftet 61 Prozent Umsatz
- Kollisionsrisiko im All gemeldet
Der größte Börsengang der Geschichte ist vollzogen. Jetzt sortieren sich die institutionellen Investoren bei Space Exploration neu. Nach der ersten vollen Handelswoche rückt ein massiver Kurstreiber in den Fokus. Es geht um die Aufnahme in die wichtigsten Aktienindizes.
Die Aktie startete Mitte Juni mit einem Ausgabepreis von 135 US-Dollar. Kurz darauf schoss der Kurs auf über 194 US-Dollar nach oben. Aktuell pendelt das Papier um die Marke von 185 US-Dollar.
Damit bringt der Raumfahrtkonzern rund 1,3 Billionen US-Dollar auf die Waage. Analysten diskutieren intensiv über diese Bewertung. Auf dem privaten Markt kursierten zuvor Modelle mit bis zu 2,6 Billionen US-Dollar.
Kampf um die Index-Milliarden
Der wahre Test steht unmittelbar bevor. Große Pensionsfonds fordern FTSE Russell zu einer Überprüfung der „Fast-Entry“-Regeln auf. Bestätigt der Indexanbieter die schnelle Aufnahme, müssen passive Fonds massiv zugreifen. Sie müssten Aktien im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar kaufen.
Das sorgt für Nervosität. Einige Großinvestoren fürchten diesen gigantischen Mittelzufluss. Die Folge: extreme Schwankungen im ohnehin volatilen Handel. Parallel dazu laufen Gespräche über eine Integration in den Nasdaq 100 und den MSCI World.
Starlink treibt das Geschäft
Operativ liefert das Unternehmen ein hohes Tempo. Das Satellitennetzwerk Starlink generiert mittlerweile 61 Prozent des Gesamtumsatzes. Über zehn Millionen Abonnenten nutzen die mehr als 10.600 Satelliten im Orbit.
Die Infrastruktur wächst rasant. Erst am vergangenen Freitag brachte eine Falcon-9-Rakete weitere Fracht für den US-Geheimdienst ins All. Kurz darauf startete eine weitere Mission mit 24 neuen Starlink-Modulen.
Ein dichtes Netz birgt allerdings Risiken. Für Mittwoch warnen Überwachungsdienste vor einer gefährlichen Annäherung im All. Ein Starlink-Satellit könnte dem chinesischen Tianmu-1 gefährlich nahe kommen. Ein Zusammenstoß wäre ein schwerer technischer Rückschlag.
Das Unternehmen verbuchte im vergangenen Geschäftsjahr noch einen Nettoverlust. Grund dafür waren massive Investitionen in die eigene KI-Infrastruktur. In der neuen Handelswoche rückt nun die charttechnische Marke von 185 US-Dollar in den Fokus. Hält diese Unterstützung, bildet sie die Basis für den nächsten Einstieg institutioneller Käufer.
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