SpaceX Aktie: 135 Dollar je Aktie angepeilt
SpaceX plant Börsengang mit 135 Dollar je Aktie und strebt eine Bewertung von 1,75 Billionen Dollar an. Der Erlös fließt komplett ins Unternehmen.

Kurz zusammengefasst
- IPO-Zielpreis von 135 Dollar
- 75 Milliarden Dollar Erlös geplant
- Reines Primärangebot ohne Altverkäufe
- Börsendebüt für 12. Juni erwartet
Ein Zielpreis vor dem Roadshow-Start — das ist selbst für einen Megabörsengang ungewöhnlich. SpaceX plant, 555,6 Millionen Aktien zu je 135 Dollar auszugeben und damit rund 75 Milliarden Dollar einzusammeln. Normalerweise legen Unternehmen erst kurz vor dem eigentlichen Börsengang eine konkrete Preisspanne fest, nicht schon im Vorfeld der Investorengespräche.
Reines Primärangebot, kein Cent für Alteigentümer
Der Börsengang ist als sogenanntes All-Primary-Offering strukturiert: Sämtliche Erlöse fließen direkt an SpaceX, bestehende Aktionäre verkaufen keinen einzigen Anteil. Wer bereits beteiligt ist — darunter Investoren aus früheren Finanzierungsrunden — muss warten, mindestens bis nach dem ersten Quartalsbericht. Eine gestaffelte Lock-up-Regelung soll das sicherstellen.
Zusätzlich zur Basistranche ist eine Mehrzuteilungsoption von 15 Prozent vorgesehen. Können die Banken mehr Nachfrage generieren als das Angebot hergibt, dürfen sie weitere Aktien verkaufen — ein klassisches Instrument, das in dieser Größenordnung aber selten zur Anwendung kommt.
Bewertung, Governance und ein ungewöhnlicher Deal
Bei einer Zielausgabe von 135 Dollar je Aktie strebt SpaceX eine Bewertung um 1,75 Billionen Dollar an — und damit einen Platz unter den wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt. Der Roadshow-Start ist für Donnerstag geplant, die Erstnotiz am Nasdaq unter dem Kürzel „SPCX“ könnte bereits am 12. Juni erfolgen.
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Hinter den Zahlen stecken strukturelle Fragen, die Investoren beschäftigen. Nur das Starlink-Satellitensegment erwirtschaftet Gewinne — Raketengeschäft und weitere Sparten verbrennen Kapital. Der Umsatz kletterte 2025 auf 18,67 Milliarden Dollar, gleichzeitig drehte das Nettoergebnis von einem Gewinn von 791 Millionen Dollar in einen Verlust von knapp 5 Milliarden Dollar.
Hinzu kommt die Governance-Struktur. Ein Dual-Class-Aktienmodell bündelt die Stimmrechte bei Elon Musk und einem kleinen Insiderkreis. Musk soll Vorstandsvorsitzender und Chairman zugleich bleiben — eine Kombination, die institutionelle Investoren typischerweise kritisch beäugen. Für viele Anleger ist der Börsengang deshalb auch eine Wette auf Musk selbst, nicht nur auf das Unternehmen.
Goldman Sachs, Morgan Stanley, Bank of America, Citigroup und JPMorgan führen das Bankenkonsortium aus insgesamt 23 Instituten an. Preisfestsetzung und finale Konditionen können sich bis zum Ende des Roadshows noch verändern — die Banken haben betont, dass alle bisher kommunizierten Eckpunkte unter Vorbehalt stehen.
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