SpaceX Aktie: 911,5 Millionen Aktien handelbar
Trotz erfolgreichem Starship-Testflug fällt der SpaceX-Kurs. Zwei Ereignisse im August könnten nun die weitere Entwicklung bestimmen.

Kurz zusammengefasst
- Starship-Flug 13 erfolgreich
- Erste Starlink-V3-Satelliten im Orbit
- Aktie fällt auf Jahrestief
- Quartalszahlen und Lock-up-Ende im August
SpaceX hat am Freitag einen technischen Erfolg gefeiert. Die Aktie hat trotzdem nachgegeben. Diese Diskrepanz zeigt, worum es bei SpaceX gerade wirklich geht: Nicht um Raketentechnik, sondern um zwei Termine im August.
Starship-Flug 13: Erste Starlink-V3-Satelliten im All
Am Freitag hat SpaceX den dreizehnten Testflug des Starship-Super-Heavy-Systems erfolgreich absolviert. Gestartet von Starbase in Texas, brachte die Mission erstmals 20 Satelliten der neuen Starlink-V3-Generation in den Orbit. Bisher testete SpaceX bei solchen Flügen nur Gewichtsattrappen. Der Schritt zu echten, funktionsfähigen Satelliten markiert einen wichtigen Fortschritt beim Ausbau des Starlink-Netzwerks.
Die Oberstufe „Ship 40“ zündete im All erfolgreich ein Raptor-Triebwerk neu, bevor sie in die Erdatmosphäre zurückkehrte. Die Kapsel gelang eine besonders sanfte Wasserung im Indischen Ozean. Erstmals konnte SpaceX das Fahrzeug danach intakt aus dem Meer bergen.
Beim Booster lief es weniger glatt. Die Super-Heavy-Stufe „Booster 20“ landete hart im Golf von Mexiko, weil mehrere Triebwerke beim finalen Landemanöver nicht zündeten.
Aktie nahe am Jahrestief
Der technische Erfolg konnte den Kurs nicht stützen. Die SpaceX-Aktie schloss den Freitagshandel bei 101,18 Euro, ein Minus von 2,60 Prozent. Auf Monatssicht steht ein Rückgang von 25,71 Prozent zu Buche.
Seit dem Allzeithoch von 194,46 Euro im Juni hat sich der Kurs damit nahezu halbiert. Aktuell notiert das Papier nur noch 3,73 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief. Der RSI von 33,9 signalisiert eine überverkaufte Aktie — ein Hinweis darauf, dass der Abwärtsdruck der vergangenen Wochen ungewöhnlich stark war.
Die Woche der Wahrheit steht bevor
Zwei Termine im August dürften jetzt richtungsweisend werden. Am 4. August legt SpaceX seine Zahlen zum zweiten Quartal vor — der erste umfassende Blick auf die Profitabilität seit dem Börsengang. Für das Gesamtjahr 2025 hatte SpaceX einen Umsatz von 18,67 Milliarden Dollar gemeldet, bei einem Nettoverlust von 4,94 Milliarden Dollar. Die hohen Investitionen in die KI-Sparte und das Starship-Programm belasten das Ergebnis spürbar.
Zwei Tage später, am 6. August, folgt der zweite kritische Termin. Dann endet eine Lock-up-Frist, und rund 911,5 Millionen Insider-Aktien werden handelbar. Ein Angebot dieser Größenordnung könnte den frei handelbaren Aktienanteil deutlich erhöhen und zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen.
Analysten richten den Blick zudem auf die Integration der KI-Sparte, zu der auch die xAI-Anbindung gehört. SpaceX gliedert sein Geschäft mittlerweile in drei Bereiche: das Raketengeschäft, das Starlink-Netzwerk und die KI-Sparte. Starlink bleibt der wichtigste Umsatztreiber, doch die kapitalintensiven KI- und Deep-Space-Programme drücken weiter auf das Konzernergebnis.
Für Aktionäre verdichten sich damit zwei Fragen zu einer Woche im August. Zeigen die Quartalszahlen am 4. August einen Weg zur Profitabilität? Und wie stark belastet der Verkaufsdruck durch die frei werdenden Insider-Aktien zwei Tage später den ohnehin angeschlagenen Kurs?
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