SpaceX Aktie: ARK kauft gegen den Trend
Cathie Wood nutzt den SpaceX-Kursverfall für Zukäufe von 26 Millionen Dollar. Indexaufnahme und rechtliche Verfahren belasten die Aktie zusätzlich.

Kurz zusammengefasst
- ARK Invest kauft SpaceX-Aktien im Wert von 26 Mio. Dollar
- Kurs seit Rekordhoch um 48 Prozent gefallen
- SpaceX seit Juli im NASDAQ 100 gelistet
- Rechtliche Auseinandersetzungen bei X und xAI
Während die SpaceX-Aktie seit ihrem Rekordhoch fast die Hälfte an Wert verloren hat, greift Cathie Wood beherzt zu. Für die Star-Investorin von ARK Invest ist der Kursrutsch offenbar kein Warnsignal, sondern eine Kaufgelegenheit. Andere Anleger zeigen sich deutlich vorsichtiger.
ARK stockt trotz Kursverfall auf
ARK Invest kaufte am Dienstag über mehrere ETFs hinweg SpaceX-Aktien im Wert von rund 12,2 Millionen Dollar hinzu, nachdem bereits am Montag rund 14,1 Millionen Dollar in das Papier geflossen waren. Insgesamt wechselten am Dienstag mehr als 105.000 Aktien in die Fondsdepots von ARKK, ARKQ, ARKW und ARKX. Finanziert wurde der Zukauf teilweise durch Verkäufe bei Block, Bullish und Robinhood – ARK schichtet also innerhalb des eigenen Portfolios um, nicht nur frisches Geld fließt in SpaceX.
Der Kurs reagierte am Dienstag mit einem Plus von 2,56 Prozent auf 116,41 Dollar. Der Bounce ändert aber wenig am größeren Bild: Seit dem Allzeithoch von 225,64 Dollar am 16. Juni hat die Aktie rund 48 Prozent verloren, allein im vergangenen Monat waren es etwa 29 Prozent. Zum Ausgabepreis von 135 Dollar beim Börsengang am 12. Juni notiert das Papier damit weiterhin deutlich niedriger.
Index-Aufnahme bringt kaum Schub
Seit dem 7. Juli zählt SpaceX zum NASDAQ 100 – möglich gemacht durch eine gelockerte Fast-Entry-Regel, die Neulingen unter den 40 größten Börsenwerten schon nach 15 Handelstagen den Sprung in den Index erlaubt. Passive Indexfonds mussten dafür rund 4,3 Milliarden Dollar in SpaceX-Aktien investieren und holten sich das Geld unter anderem bei Apple und NVIDIA zurück. Am Gesamtbild der Techriesen änderte das jedoch kaum etwas: Wegen des extrem geringen Streubesitzes von nur drei bis fünf Prozent kommt SpaceX im Index lediglich auf ein Gewicht von etwa 1,3 Prozent.
Rechtliche Nebenschauplätze bei X und xAI
Neben der Kursbewegung sorgen zwei Tochtergesellschaften für zusätzliche Unsicherheit. Die Plattform X wehrt sich vor einem australischen Senatsausschuss gegen schärfere Vollzugsbefugnisse im Rahmen des dortigen Social-Media-Verbots für Jugendliche unter 16 Jahren und wirft der Regulierungsbehörde einen Verstoß gegen internationales Recht vor. Parallel dazu klagt xAI gegen den US-Bundesstaat Minnesota, der sogenannte Nudify-Apps per Gesetz verbieten will – xAI sieht darin einen unzulässigen Eingriff in die Meinungsfreiheit. Beide Verfahren betreffen zwar nicht das Kerngeschäft von SpaceX, zeigen aber, wie stark sich der Konzern unter Elon Musk inzwischen über Raumfahrt hinaus verzweigt hat und welche zusätzlichen regulatorischen Baustellen damit einhergehen.
Für die Aktie selbst bleiben zwei Termine entscheidend: Am 4. August legt SpaceX erstmals seit dem Börsengang Quartalszahlen vor, zwei Tage später steht die Freigabe gesperrter Aktien an. Bis dahin bleibt offen, ob sich ARKs antizyklischer Einstieg auszahlt oder der Kursdruck durch die anstehende Verkaufswelle noch zunimmt.
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