SpaceX Aktie: Barclays startet mit Overweight-Rating
Susquehanna bleibt neutral, Barclays setzt auf Wachstum; FCC-Zulassung und geplanter Frequenzkauf prägen die Ausbaupläne.

Kurz zusammengefasst
- Susquehanna erhöht Kursziel auf 173 Dollar
- Barclays startet mit Overweight und 254 Dollar
- FCC genehmigt bis zu 15.000 Satelliten
- Frequenzkauf für rund acht Milliarden Dollar vereinbart
Die Pläne von SpaceX zum Aufbau einer weltraumgestützten Mobilfunkinfrastruktur führen am Kapitalmarkt zu einer differenzierten Betrachtung des Unternehmenswerts. Im heutigen Handel legt das Papier um 1,1 Prozent auf 146,82 € zu. Während die Ambitionen im Satelliten-Direktfunk neue Erlöspotenziale versprechen, bewerten Marktbeobachter die damit verbundenen Investitionen unterschiedlich.
Wall Street uneins über Kurspotenzial
Auf Analystenseite zeigt sich eine beachtliche Spanne bei den Erwartungen. Am 7. Oktober hob das Analysehaus Susquehanna das Kursziel für die Aktie von $144 auf $173 an. Trotz dieser Anhebung beließ das Haus die Einstufung auf „Neutral“.
Deutlich optimistischer positionierte sich Barclays am Freitag. Die Bank startete die Beobachtung der Aktie mit der Einstufung „Overweight“ und einem Kursziel von $254.
Die weit auseinanderliegenden Zielmarken verdeutlichen die unterschiedlichen Erwartungen an künftige Mobilfunkdienste. Optimistische Stimmen setzen vor allem auf die globale Skalierbarkeit des Angebots. Vorsichtigere Marktteilnehmer verweisen dagegen auf die regulatorischen Hürden und den hohen Kapitalbedarf für den Netzausbau.
Genehmigung und Frequenzkauf für Starlink Mobile
Das Vorhaben stützt sich auf zwei wesentliche Pfeiler: orbitale Kapazitäten und terrestrische Frequenzen. Die US-Telekommunikationsbehörde FCC erteilte die Genehmigung für eine Next-Generation-Konstellation von bis zu 15.000 Satelliten für Starlink Mobile. Diese Autorisierung gilt unabhängig von den bereits im All aktiven Einheiten.
Flankiert wird dieser Ausbau durch eine geplante Übernahme von Funkfrequenzen auf dem US-Markt. Das Unternehmen vereinbarte den Erwerb des landesweiten 800-MHz-Spektrumportfolios von Grain Management.
Der Vollzug steht unter dem Vorbehalt einer FCC-Genehmigung sowie marktüblicher Bedingungen. Laut Reuters, unter Berufung auf das Wall Street Journal, beläuft sich der Barpreis auf rund $8 Milliarden. Offiziell gaben die Parteien die finanziellen Bedingungen nicht bekannt.
Mit der Kombination aus neuen Satelliten und erworbenem Spektrum soll Mobilfunk künftig direkt aus dem All ermöglicht werden. Die Geschwindigkeit dieser Umsetzung bleibt der maßgebliche Faktor für die künftige Bewertung an den Finanzmärkten.
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