SpaceX Aktie: Bloomberg hat Kunde B enttarnt
SpaceX meldet Gewinn im dritten Quartal, während kündbare Anthropic-Erlöse und geplante Milliardenfinanzierung die Einnahmenbasis prägen.

Kurz zusammengefasst
- 27 Starlink-Satelliten erfolgreich transportiert
- Falcon-9-Erststufe auf Drohnenschiff gelandet
- Anthropic-Anteil: 34,5 Prozent des Quartalsumsatzes
- Rund 40 Milliarden Dollar Leasing erwartet
SpaceX hat am Samstag erneut Starlink-Satelliten ins All gebracht und die erste Stufe der Falcon 9 planmäßig gelandet. Der erfolgreiche Flug unterstreicht die operative Umsetzung des Unternehmens. Für Anleger bleibt jedoch eine andere Frage entscheidend: Wie belastbar ist das Geschäft angesichts der hohen Umsatzkonzentration auf einen einzelnen KI-Kunden?
Raumfahrtprogramme machen Fortschritte
Bei dem Start aus Kalifornien transportierte SpaceX 27 Starlink-Satelliten in die Umlaufbahn. Die erste Raketenstufe landete auf dem Drohnenschiff Of Course I Still Love You. Damit gelang neben dem Satellitentransport auch die vorgesehene Rückkehr der Stufe.
Parallel arbeitet das Unternehmen am Starship-Programm. Am Donnerstag absolvierte SpaceX statische Triebwerkstests mit Ship 42 zur Vorbereitung auf Flight 15. Dazu gehörten ein Test über die volle vorgesehene Brenndauer sowie ein weiterer Versuch zur Simulation eines Bremsmanövers für den Wiedereintritt.
Diese Fortschritte betreffen die technische Ausführung der Raumfahrtprogramme. Sie beantworten allerdings nicht die wirtschaftliche Frage, wie stark das Unternehmen von einzelnen Auftraggebern und deren Ausgabenbereitschaft abhängt.
Anthropic rückt die Umsatzkonzentration ins Blickfeld
Bloomberg identifizierte am Donnerstag Anthropic unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person als den bislang anonym bezeichneten „Kunden B“. Dieser Kunde stand für 34,5 Prozent des Quartalsumsatzes von SpaceX.
Die Konzentration ist besonders relevant, weil der Vertrag laut einer Pflichtmitteilung von beiden Parteien gekündigt werden kann. Ein großer Umsatzbeitrag ist damit nicht gleichbedeutend mit einer dauerhaft gesicherten Einnahmequelle. Für Anleger kommt es folglich nicht allein auf das Wachstum an, sondern auch auf dessen vertragliche Absicherung.
Am Freitag geriet SpaceX im Zuge eines breiten Ausverkaufs von Technologiewerten unter Druck. In der Berichterstattung spielten zugleich Sorgen über KI-Ausgaben und die Kundenkonzentration eine Rolle. Eine einzelne Ursache für den gesamten Tagesrückgang lässt sich daraus nicht ableiten.
Investitionen erhöhen die Bedeutung stabiler Einnahmen
SpaceX meldete für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 14,6 Milliarden $ und einen Nettogewinn von 4,4 Milliarden $. Damit steht dem Konzentrationsrisiko ein profitables Quartal gegenüber.
Gleichzeitig erfordert der Ausbau erhebliche Mittel. Die operative Leistung und die Finanzierung des Wachstums müssen deshalb getrennt bewertet werden: Erfolgreiche Starts ersetzen keine Prüfung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit.
Vor gut einer Woche kündigte SpaceX eine verbindliche Zusage für ein Finanzierungsleasing von rund 40 Milliarden $ für Grafikprozessoren und zugehörige Ausrüstung an. Vertragspartner ist eine von Apollo Global Management verwaltete Gesellschaft. Der Abschluss wird vor Jahresende 2026 erwartet.
Die Verbindung aus hohen Investitionen und kündbaren Kundenerlösen bleibt damit der zentrale Prüfpunkt. Der erfolgreiche Satellitenstart liefert einen operativen Fortschritt, beseitigt diese finanzielle Abhängigkeit aber nicht.
Stand heute, 2. November: SpaceX – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in SpaceX investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 2. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.