SpaceX Aktie: FAA gibt Flug 13 frei
SpaceX-Aktie erholt sich leicht dank 600. Falcon-Start und FAA-Zulassung für Starship-Testflug 13.

Kurz zusammengefasst
- Aktie steigt um 1,44 Prozent
- 600. Start mit gebrauchter Rakete
- FAA genehmigt 13. Starship-Test
- Charttechnisch weiterhin angespannt
SpaceX-Aktien zeigen am Mittwoch erste Stabilisierungszeichen. Das Papier steigt um 1,44 Prozent auf 120,98 Euro. Die Erholung fällt zusammen mit einem operativen Meilenstein: Der 600. Start mit einer wiederverwendeten Rakete ist geglückt. Parallel dazu hat die US-Luftfahrtbehörde FAA grünes Licht für den 13. Testflug des Starship-Systems gegeben.
600 Starts mit wiederverwendeten Boostern
Am 14. Juli hob eine Falcon-9-Rakete von Cape Canaveral ab und brachte 29 Starlink-Satelliten ins All. Damit nutzte SpaceX zum 600. Mal eine bereits geflogene erste Stufe. Nur acht Stunden zuvor war bereits eine weitere Falcon 9 von Vandenberg gestartet, mit 27 Satelliten an Bord.
Die hohe Startfrequenz zeigt Wirkung. Das Starlink-Netzwerk hat die Marke von 10.000 aktiven Satelliten überschritten. Damit stammen rund zwei Drittel aller aktiven Satelliten weltweit von SpaceX. Diese Dominanz in der Orbital-Infrastruktur bleibt ein zentraler Baustein der Bewertung des Unternehmens seit dem Börsengang im Juni 2026.
FAA gibt grünes Licht für Flug 13
Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich jetzt auf die Starship-Startanlage in Südtexas. Am 14. Juli schloss die FAA ihre Untersuchung zum 12. Testflug ab und erteilte SpaceX die Lizenz für den nächsten Versuch. Der Start ist für Donnerstag, den 16. Juli, geplant. Das 90-minütige Startfenster öffnet um 17:45 Uhr Ortszeit.
Flug 13 gilt als kritische technische Hürde. Es ist erst der zweite Einsatz der überarbeiteten Starship-V3-Version. Erstmals soll die Mission 20 Satelliten der neuen Starlink-V3-Generation ins All bringen. Diese Satelliten bieten deutlich mehr Bandbreite und nutzen leistungsstarke Laser für die Kommunikation untereinander.
Der Flugplan sieht zudem ein Wiederzünden eines einzelnen Raptor-Triebwerks im All vor. Der Super-Heavy-Booster soll anschließend kontrolliert im Golf von Mexiko wassern.
Charttechnik bleibt angespannt
Trotz des Tagesgewinns bewegt sich die Aktie technisch auf dünnem Eis. Der aktuelle Kurs liegt nur 1,63 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 119,04 Euro, das erst am Dienstag markiert wurde. Seit dem Hoch von 194,46 Euro am 16. Juni hat das Papier fast 38 Prozent verloren.
Der 14-Tage-RSI steht bei 41,2. Die freie Talfahrt scheint gestoppt, eine überkaufte Marktlage ist aber nicht in Sicht. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von fast 96 Prozent signalisiert: Große Kursausschläge bleiben wahrscheinlich, besonders rund um den Ausgang des Starship-Tests.
Der Flug am Donnerstag dürfte richtungsweisend werden. Ein Erfolg würde die Startpläne für 2026 und die Satelliten-Ausbauziele bestätigen. Ein weiterer Rückschlag nach der Untersuchung von Flug 12 würde dagegen neue Zweifel an der Billionen-Bewertung des Unternehmens nähren.
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