SpaceX Aktie: FAA stoppt Starship nach Flug 12

Nach einer Fehlfunktion der Super-Heavy-Stufe untersagt die FAA SpaceX vorerst weitere Starship-Starts. Die NASA-Mondpläne könnten betroffen sein.

Redaktion Stock-World ·
SpaceX Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • FAA verhängt Startverbot für Starship
  • Fehlfunktion bei Super-Heavy-Booster
  • NASA-Mondmissionen möglicherweise verzögert
  • Falcon-9-Starts mit Starlink laufen weiter

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat SpaceX nach einer Anomalie beim jüngsten Starship-Test ein vorläufiges Startverbot erteilt. Grund ist eine Untersuchung des Fehlverhaltens der Super-Heavy-Raketenstufe beim Flug 12 am 22. Mai 2026. Der Vorfall könnte weitreichende Folgen haben – besonders für die NASA und ihre Mondpläne.

Anomalie beim Super-Heavy-Booster

Erstmals kam beim Flug 12 die Version 3 (V3) des Starship zum Einsatz. Die Oberstufe absolvierte den Test erfolgreich: Sie setzte 20 simulierte und zwei modifizierte Starlink-Satelliten aus, scannte den Hitzeschild und wasserte kontrolliert im Indischen Ozean. Der Booster dagegen hatte Triebwerksprobleme während des Rückkehrmannövers. Die geplante kontrollierte Landung im Golf von Mexiko misslang – der Booster schlug hart auf. Verletzte oder Sachschäden gab es nach FAA-Angaben nicht.

Die Untersuchung ist für SpaceX besonders heikel: Starship ist das zentrale Vehikel für die NASA-Missionen im Artemis-Programm. Ab 2028 soll es Astronauten zum Mond bringen, langfristig ist sogar eine Mondbasis geplant. Verzögert sich die Zulassung, könnten auch diese Meilensteine wackeln.

Starlink-Ausbau läuft derweil weiter

Parallel zum Starship-Stopp setzt SpaceX den Betrieb seiner Falcon-9-Raketen fort. Allein in der vergangenen Woche starteten zwei Missionen: Am 24. Mai brachte eine Falcon 9 von Cape Canaveral 29 Starlink-Satelliten ins All, drei Tage später folgten 24 weitere von Vandenberg in Kalifornien. Der Ausbau des Breitbandnetzwerks bleibt damit auf Hochtouren.

Gleichzeitig zeichnen sich neue Spannungen mit dem Pentagon ab. Berichten zufolge verlangt SpaceX höhere Preise für Starlink-Dienste, die das US-Militär für Drohnen nutzt. Die Behörde prüft zudem einen Direktzugang für Mobilfunkkunden in bestimmten Regionen – ein weiterer Streitpunkt in den laufenden Verhandlungen.

Wie schnell die FAA-Untersuchung abgeschlossen sein wird, ist offen. Solange bleibt SpaceX auf seine Falcon-9-Flotte angewiesen. Für das Starship-Programm steht viel auf dem Spiel – nicht nur kommerziell, sondern auch für die Rückkehr der USA zum Mond.

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