SpaceX Aktie: Ives sieht 80-Prozent-Chance

Wedbush-Analyst Dan Ives prognostiziert eine Fusion von Tesla und SpaceX innerhalb eines Jahres. Die Beteiligung und der Börsengang von SpaceX ebnen den Weg.

Felix Baarz ·
SpaceX Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Ives sieht hohe Fusionswahrscheinlichkeit
  • Tesla hält SpaceX-Anteile
  • Starlink als Umsatztreiber
  • Finanzielle Risiken für Tesla

Wedbush-Analyst Dan Ives legt nach. Seine These: Tesla und SpaceX verschmelzen innerhalb der nächsten zwölf Monate zu einem Konzern. Die Wahrscheinlichkeit dafür beziffert er auf über 80 Prozent.

Ives begründet seine Prognose mit Elon Musks größerer KI- und Datenstrategie. Eine Fusion würde beide Firmen in diese Strategie einbetten.

Tesla hält schon Anteile an SpaceX

Die Spekulation ist kein Zufallsprodukt. Tesla hat Anfang 2026 zwei Milliarden Dollar in SpaceX investiert. Damit hält der Autobauer knapp 19 Millionen SpaceX-Aktien – weniger als ein Prozent aller ausstehenden Anteile.

Diese Beteiligung macht eine vollständige Fusion technisch einfacher als früher. Hinzu kommt ein zweiter Faktor: SpaceX ging im Juni 2026 an die Börse. Damit hat die Raumfahrtfirma erstmals einen öffentlichen Aktienkurs.

Das erleichtert eine mögliche Aktien-für-Aktien-Fusion erheblich. Vor dem Börsengang hätte jede Transaktion eine private Bewertung von SpaceX vorausgesetzt. Bei einem schnell wachsenden Unternehmen ohne Handelshistorie wäre das ein streitanfälliger Prozess gewesen.

Starlink als Argument für die Fusion

Befürworter einer Fusion sehen die Chance auf einen einzigartig diversifizierten Technologiekonzern. SpaceX erzielte 2025 einen Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar. Rund 11,4 Milliarden Dollar davon stammen aus dem Starlink-Geschäft.

Die Nutzerzahl von Starlink lag Ende des ersten Quartals 2026 bei fast 10,3 Millionen Kunden weltweit. Eine Fusion würde Tesla ein Geschäft mit wiederkehrenden Einnahmen bringen – gestützt auf Satelliten, Internetanschlüsse und künftige Mobilfunkdienste.

Die Rollenverteilung wäre klar. SpaceX bringt Satelliten, Raketenstarts, KI-Infrastruktur und Software aus dem xAI-Umfeld mit. Tesla liefert Fahrzeuge, Robotaxis, Optimus-Roboter und Energiespeicher – also die Produkte, die Kundennachfrage erzeugen.

Tesla ist finanziell schon stark gefordert

Die Kehrseite: Tesla gibt bereits enorm viel Geld aus. Der Konzern hat seine Investitionsplanung für 2026 auf über 25 Milliarden Dollar angehoben – ursprünglich waren 20 Milliarden Dollar vorgesehen.

Das Geld fließt in KI, Robotik, eigene Chips und neue Fertigungskapazitäten. Für den Rest des Jahres 2026 rechnet Tesla trotzdem mit einem negativen freien Cashflow. Im ersten Quartal hatte der Konzern noch 1,44 Milliarden Dollar freien Cashflow erwirtschaftet.

Eine Fusion mit SpaceX würde zusätzliche Verluste, hohe Investitionsbedarfe und neue Governance-Risiken ins Haus bringen. Genau das macht Skeptiker vorsichtig. Für sie steht die Frage im Raum, ob so eine Fusion den Wert für Tesla-Aktionäre verwässert, statt ihn zu steigern.

Noch keine konkreten Bedingungen

Trotz der wachsenden Debatte gibt es bislang keine formalen Fusionsbedingungen. Die Diskussion bleibt Spekulation, kein beschlossener Deal.

Für Aktionäre zählt am Ende eine Rechnung: Schafft die Fusion mehr Wert, als beide Firmen getrennt erzielen könnten? Solange Bedingungen, Bewertung und der Prozess durch die Vorstände offen bleiben, bleibt eine mögliche Fusion eine ernstzunehmende Option – aber kein belegter Wertschöpfungsmechanismus.

SpaceX navigiert derzeit durch einen volatilen Handel nach dem Börsengang im Juni. Der Kurs schwankt stark, während Investoren aggressive Wachstumserzählungen gegen frühe Profitabilitätssorgen abwägen. Sollte eine formale Fusionsankündigung tatsächlich kommen, dürfte eine umfangreiche regulatorische Prüfung folgen – angesichts der Größe und Komplexität, zwei der meistbeachteten Firmen im Musk-Imperium zusammenzuführen.

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SpaceX Aktie

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Sektor Industrieunternehmen
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