SpaceX Aktie: KI-Sparte dreht ins Plus
Das KI-Geschäft erwirtschaftete 431 Millionen Dollar operativen Gewinn; zugleich belasteten hohe Investitionen und Fusionsfragen die Stimmung.

Kurz zusammengefasst
- KI-Sparte erstmals operativ profitabel
- Quartalsumsatz steigt auf 14,6 Milliarden Dollar
- Starlink zählt 13,6 Millionen Kunden
- Analystenziele reichen von 225 bis 500 Dollar
Starlink galt lange als Wachstumsmotor von SpaceX. Nach den Quartalszahlen schiebt sich nun das KI-Geschäft in den Vordergrund: Die Sparte erlöste 7,56 Milliarden Dollar und schreibt erstmals schwarze Zahlen. Am Donnerstag gibt die Aktie im frühen US-Handel dennoch um 4,2 Prozent nach, im Sog eines schwachen Technologiesektors.
Zahlen deutlich über den Erwartungen
Der Konzern steigerte den Umsatz im dritten Quartal auf rund 14,6 Milliarden Dollar, nach 5,58 Milliarden im Vorjahresquartal. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 4,4 Milliarden Dollar, vor einem Jahr war es noch ein Verlust von mehr als einer Milliarde. Der Gewinn je Aktie lag mit 35 Cent weit über den erwarteten 14 Cent.
Starlink steuerte 5,2 Milliarden Dollar bei, ein Plus von 69 Prozent. Der Dienst zählt 13,6 Millionen Kunden. Allerdings sinkt der durchschnittliche Monatsumsatz je Nutzer, weil günstigere Tarife und Märkte mit geringerer Kaufkraft die Erlöse drücken.
Das KI-Geschäft wuchs von 813 Millionen Dollar noch kräftiger. SpaceX baut Rechenzentren und vermietet Kapazitäten an KI-Unternehmen wie Anthropic. Die Sparte erzielte einen operativen Gewinn von 431 Millionen Dollar.
Hohe Investitionen, hohe Kursziele
Für das laufende Quartal kündigte SpaceX Investitionen von 35 bis 40 Milliarden Dollar an, ein weiterer kräftiger Sprung gegenüber dem Vorquartal. Am Mittwoch hellte das die Stimmung am gesamten Technologiemarkt auf. Die Aktie schloss mit einem Plus von 7,79 Prozent bei 159,31 Dollar.
Analysten ziehen nach. JPMorgan hob das Kursziel von 240 auf 500 Dollar an und verwies auf den Ausbau der Rechenkapazitäten. Evercore ISI erhöhte vor den Zahlen von 230 auf 275 Dollar.
Am Donnerstag dreht der Wind. Anleger zweifeln an der Rentabilität der massiven KI-Investitionen, hinzu kommen steigende Ölpreise. Nvidia, Intel und CoreWeave geben ebenfalls nach.
Tesla-Fusion und Starlink-Risiko
Elon Musk nannte einen Zusammenschluss mit Tesla auf der Telefonkonferenz eine gute Idee. Beide Unternehmen haben Sonderausschüsse gebildet, beschlossen ist nichts. Auf Nachfragen zu einer Fusion wollte Musk bei der Tesla-Telefonkonferenz nicht eingehen. Kritiker bezweifeln den geschäftlichen Sinn, Musk kontrolliert bei SpaceX rund 82 Prozent der Stimmrechte.
Ein zweites Risiko ist politisch. Berichten zufolge soll eine militärisch nutzbare Starlink-Version für die Ukraine gedrosselt worden sein, Musk soll dahinterstehen. Die Verlässlichkeit des Dienstes steht damit in der Debatte. Regierungen könnten versuchen, Alternativen aufzubauen.
Die Analystenziele spiegeln die Spannweite der Erwartungen: Sie reichen derzeit von 225 bis 500 Dollar. Der Kurs von 159 Dollar liegt weit darunter, die Fusionsankündigung soll Bloomberg zufolge im ersten Halbjahr 2027 folgen.
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