SpaceX Aktie: Lock-up endet nach Börsengang
SpaceX veröffentlicht am 4. August erste Quartalszahlen als börsennotiertes Unternehmen, zeitgleich endet die Lock-up-Frist für Insiderverkäufe.

Kurz zusammengefasst
- Erster Quartalsbericht nach Börsengang
- Lock-up-Frist läuft parallel aus
- Aktie erholt sich von Jahrestief
- Shortquote erreicht Rekordniveau
SpaceX hat einen Termin gesetzt, der zum Belastungstest wird. Am 4. August legt der Raumfahrtkonzern seinen ersten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen vor. Genau an diesem Tag läuft auch die erste Lock-up-Frist nach dem Börsengang aus — für Anleger verschmelzen zwei Risiken zu einem einzigen Stichtag.
Erholung nach Rekordtief
Am Montag fiel die Aktie auf ein Jahrestief von 104,88 Euro. Am Dienstag folgte die Gegenbewegung: Der Kurs schloss bei 108,36 Euro, ein Plus von 3,24 Prozent. Trotzdem bleibt die Aktie fast 45 Prozent unter ihrem Rekordhoch von 194,46 Euro, erreicht erst Mitte Juni.
Der RSI steht bei 36,1 und nähert sich der überverkauften Zone. Die annualisierte Volatilität der letzten 30 Tage liegt bei knapp 91 Prozent — ein Wert, der die Nervosität rund um das Papier unterstreicht. Ob die Erholung vom Dienstag trägt, bleibt vor dem Zahlentermin offen.
Lock-up-Ablauf trifft auf Rekord-Shortquote
Der Börsengang von SpaceX liegt erst seit dem 12. Juni zurück. Die gestaffelte Verkaufsstruktur des Unternehmens sieht vor, dass Insider nach der Quartalsmeldung bis zu 20 Prozent ihrer Anteile verkaufen dürfen. Rund 911,5 Millionen Aktien könnten dadurch potenziell auf den Markt kommen.
Diese Konstruktion sollte extreme Kursausschläge eigentlich abfedern. Die schiere Zahl der freigegebenen Aktien hat trotzdem den Leerverkaufsanteil in die Höhe getrieben. Der Anteil der Short-Positionen am Streubesitz erreichte zuletzt einen Rekordwert von 32 Prozent.
Operative Erfolge stützen die Stimmung
Der Kursanstieg am Dienstag fiel nicht zufällig mit zwei Missionserfolgen zusammen. SpaceX brachte die Northrop-Grumman-Mission MRV-MEP von Cape Canaveral ins All. Der „Weltraum-Roboter“ soll alternden Kommunikationssatelliten im geostationären Orbit zu einer längeren Lebensdauer verhelfen.
Zeitgleich setzte eine Falcon 9 von der Vandenberg Space Force Base 24 Starlink-Satelliten aus. Ein Tag zuvor war ein Start noch abgebrochen worden — ein seltener Vorfall bei SpaceX. Die Zahl der aktiven Starlink-Satelliten liegt damit bei über 10.800.
Starship-Test als nächster Prüfstein
Bevor der Zahlentermin ansteht, muss SpaceX noch eine technische Hürde nehmen. Für Donnerstag, den 23. Juli, ist der 13. Testflug des Starship-Systems angesetzt. Der vorherige Versuch am 16. Juli endete mit einem Startabbruch.
Ziel des Flugs ist eine kontrollierte Wasserlandung der Super-Heavy-Boosterstufe im Golf von Mexiko. Der Test soll zeigen, ob das Startsystem wie geplant vollständig wiederverwendbar ist. Analysten gehen davon aus, dass das Ergebnis die Stimmung rund um die Aktie in den Tagen vor dem ersten Quartalsbericht mitprägen wird.
SpaceX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SpaceX-Analyse vom 22. Juli liefert die Antwort:
Die neusten SpaceX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SpaceX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SpaceX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...