SpaceX Aktie: Morgan Stanley sieht 600 Dollar
WSJ-Bericht über beschleunigte Auszahlung von Musks Tesla-Paket bei Fusion mit SpaceX. Prädiktionsmarkt sieht 17,5% Chance für Ankündigung bis Jahresende.

Kurz zusammengefasst
- WSJ: Klausel beschleunigt Musk-Vergütung
- Fusionswahrscheinlichkeit laut Markt: 17,5%
- Morgan Stanley: Kursspanne 75 bis 600 Dollar
- SpaceX-Aktie fällt trotz Wochenplus
Ein Bericht des Wall Street Journal sorgt am heutigen Dienstag für Gesprächsstoff: Das milliardenschwere Vergütungspaket von Elon Musk bei Tesla enthalte eine Klausel, die bei einem Kontrollwechsel — etwa einer Fusion mit SpaceX — die Auszahlung beschleunigen würde.
Ein Prädiktionsmarkt beziffert die Wahrscheinlichkeit einer offiziellen Fusionsankündigung bis zum 31. Dezember auf 17,5 Prozent. Eine offizielle Bestätigung von Musk oder den beiden Unternehmen gibt es bislang nicht.
Vergütungspaket als Katalysator
Das rund eine Billion Dollar schwere Musk-Paket bei Tesla ist ohnehin Gegenstand intensiver Debatten. Die vom Wall Street Journal beschriebene Klausel würde im Falle eines Zusammenschlusses mit SpaceX eine schnellere Auszahlung ermöglichen.
Für Anleger beider Unternehmen wäre eine solche Fusion ein tiefgreifender struktureller Schritt — schließlich handelt es sich um zwei der wertvollsten Konzerne der USA. Der Prädiktionsmarkt-Wert von 17,5 Prozent zeigt: Investoren halten das Szenario für möglich, aber keineswegs für wahrscheinlich.
Morgan Stanley zwischen Extremen
Während die Fusionsfrage im Raum steht, liefert Morgan Stanley ein Bild der Bandbreite, in der sich SpaceX bewegen könnte. Das Analysehaus hält an einem Kursziel von 300 Dollar fest, sieht nach der milliardenschweren Übernahme des KI-Unternehmens Cursor durch SpaceX aber sogar Potenzial bis 600 Dollar im optimistischen Szenario.
Die rund 60 Milliarden Dollar teure Transaktion, die in Aktien abgewickelt und bis Ende August abgeschlossen werden soll, soll Cursor zufolge 2026 zusätzliche 2,5 Milliarden Dollar und 2027 weitere 13 Milliarden Dollar Umsatz beisteuern.
Auf der anderen Seite der Skala warnt dasselbe Analystenhaus vor den Risiken: Ein Kursrückgang auf 100 Dollar würde rechnerisch bedeuten, dass Anleger das gesamte KI-Geschäft von SpaceX mit null bewerten — trotz eines für 2030 erwarteten KI-Umsatzes von rund 319 Milliarden Dollar laut Morgan-Stanley-Prognose.
Das Bärenszenario der Bank liegt bei 75 Dollar. Die Spanne zwischen Bär- und Bull-Case von 75 bis 600 Dollar zeigt, wie unterschiedlich Investoren das noch junge, defizitäre KI-Segment von SpaceX derzeit einpreisen können.
Kurs bleibt volatil
An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit in heftigen Ausschlägen wider. Die Aktie notiert aktuell bei 116,50 Euro und verliert am heutigen Handelstag 2,77 Prozent.
Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 7,08 Prozent zu Buche — ein Nachhall der Erholung, die mit dem Ablauf der Sperrfrist für Insider-Aktienverkäufe am vergangenen Donnerstag einsetzte und die Aktie seither um 17,0 Prozent nach oben trieb, ohne dass es zu dem befürchteten Verkaufsdruck der freigewordenen Aktien kam.
Für Anleger bleibt SpaceX damit ein Wert mit zwei Gesichtern: auf der einen Seite das etablierte, profitable Starlink-Geschäft, auf der anderen ein margenschwaches, aber wachstumsstarkes KI-Segment, dessen Bewertung je nach Szenario um ein Vielfaches auseinanderklafft. Die Fusionsspekulation mit Tesla fügt dieser Gemengelage eine zusätzliche, bislang unbestätigte Variable hinzu.
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