SpaceX Aktie: Nasdaq Texas wartet auf SPCX
SpaceX senkt Bewertungsziel für den Börsengang auf 1,8 Billionen Dollar. Trotz hoher Verluste durch Starship-Entwicklung bleibt die Nachfrage stark.

Kurz zusammengefasst
- Bewertungsziel auf 1,8 Billionen gesenkt
- Börsengang unter Kürzel SPCX geplant
- Starship-Kosten verursachen Milliardenverlust
- Starke Investorennachfrage trotz roter Zahlen
Der größte Börsengang der Geschichte nimmt konkretere Formen an — und gleichzeitig bescheidenere Züge. SpaceX hat die angestrebte Bewertung zum Börsengang nach Gesprächen mit Banken und Investoren nach unten korrigiert.
Bewertungsziel unter zwei Billionen
Im April kursierten noch Zahlen von mehr als zwei Billionen Dollar. Nun peilt SpaceX Kreisen zufolge mindestens 1,8 Billionen Dollar an — wobei das Unternehmen das Ziel bei starker Investorennachfrage auch wieder anheben könnte. Der angestrebte Emissionserlös von bis zu 75 Milliarden Dollar bliebe selbst bei der niedrigeren Bewertung historisch einmalig.
Der Zeitplan ist eng. Die formale Vermarktung könnte bereits am 4. Juni starten, die Aktienbepreisung für den 11. Juni ist im Gespräch. Verschiebungen um einige Tage gelten als möglich. Unter dem Kürzel SPCX soll das Papier an der Nasdaq und der Nasdaq Texas gelistet werden. Goldman Sachs, Morgan Stanley, Bank of America, Citigroup und JPMorgan Chase führen das Konsortium an — insgesamt 23 Banken begleiten den Börsengang.
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Starship frisst Gewinne
Die Finanzzahlen liefern etwas Gesprächsstoff. 2025 setzt SpaceX 18,7 Milliarden Dollar um — ein deutlicher Sprung gegenüber 14 Milliarden im Vorjahr. Auf der Ergebnisseite dreht es sich jedoch ins Minus: Rund 4,94 Milliarden Dollar Verlust stehen zu Buche, nach einem Gewinn von 791 Millionen Dollar 2024. Haupttreiber sind die hohen Entwicklungskosten für die Starship-Rakete.
Das dürfte Investoren weniger abschrecken als es auf den ersten Blick wirkt. SpaceX ist kein reifes Unternehmen, das Gewinne optimiert — es ist eine Infrastrukturwette auf kommerzielle Raumfahrt, Satellitenkommunikation und staatliche Großaufträge. Kein Wunder, dass das Interesse trotz roter Zahlen ungebrochen scheint.
Den endgültigen Bewerbungspreis kennen Anleger frühestens in zwei Wochen. Bis dahin entscheidet die Roadshow, ob die 1,8 Billionen nach oben korrigiert werden oder als Zielmarke stehen bleiben.
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