SpaceX Aktie: Pentagon-Deal mit KI-Rechenkapazität
Trotz Milliardenverhandlungen mit dem Pentagon fällt die SpaceX-Aktie auf ein neues Tief und notiert unter dem IPO-Preis.

Kurz zusammengefasst
- Aktie fällt unter IPO-Preis
- Pentagon verhandelt über Milliarden-Deal
- Starship-Testflug abgebrochen
- Shortquote steigt auf 29 Prozent
Ein Milliarden-Deal mit dem Pentagon, ein Rekordkurs bei Cloud-Aufträgen – und trotzdem stürzt die Aktie weiter ab. Bei SpaceX klaffen positive Nachrichten und Kursverlauf gerade so weit auseinander wie selten bei einem Börsenneuling. Der Grund dafür liegt tiefer als eine einzelne Meldung.
Am Freitag schloss die Aktie bei 108,40 Euro, ein Minus von 5,39 Prozent an einem einzigen Tag. Damit steht das Papier nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 107,34 Euro. Binnen 30 Tagen hat die Aktie fast 35 Prozent verloren.
Pentagon verhandelt über KI-Rechenkapazität
Mitten in diesen Ausverkauf platzte eine eigentlich positive Nachricht. Das Wall Street Journal berichtete, SpaceX verhandle mit dem US-Verteidigungsministerium über einen Milliarden-Deal. Elon Musks Raumfahrt- und KI-Konzern soll dem Pentagon Rechenkapazität für KI-Modelle liefern, im Volumen von mehreren Milliarden Dollar.
Die Gespräche gelten als vorläufig. Sie könnten laut informierten Personen auch scheitern. Käme der Deal zustande, würde er die bestehende Partnerschaft erweitern – SpaceX arbeitet bereits mit dem US-Militär bei Raketenstarts, Satellitenkommunikation und Raketenabwehr zusammen.
Der Bericht passt zu einer größeren Strategie. SpaceX baut sein Cloud-Geschäft massiv aus und will mit Anbietern wie CoreWeave über günstigere Preise konkurrieren. Deals mit Anthropic, Google und Reflection AI bringen dem Unternehmen bei voller Auslastung zusammen schon rund 27 bis 28 Milliarden Dollar Jahresumsatz.
Der Ausverkauf hält trotzdem an
Die Pentagon-Nachricht konnte den Abwärtstrend nicht stoppen. Freitag war bereits der sechste rote Handelstag in Folge. Seit dem Allzeithoch hat SpaceX über eine Billion Dollar Marktwert verloren.
Damit notiert die Aktie inzwischen unter ihrem Ausgabepreis. Im Juni ging SpaceX zu 135 Dollar je Aktie an die Börse, ein Rekord-IPO mit 75 Milliarden Dollar Emissionsvolumen. Vom damaligen Hoch hat das Papier mittlerweile rund ein Drittel eingebüßt.
Analysten lagen daneben
Besonders bitter: Erst wenige Tage zuvor hatten mehr als ein Dutzend Banken durchweg optimistische Kursziele veröffentlicht. Der Medianwert unter 18 Instituten liegt bei 225 Dollar. J.P. Morgan und Deutsche Bank nannten unabhängig voneinander exakt diese Zahl.
Kurz danach fiel die Aktie erstmals unter ihren IPO-Preis von 135 Dollar – und rutschte weiter Richtung 125 Dollar. Die Diskrepanz zwischen Analystenerwartung und Kursrealität ist ungewöhnlich groß.
Der fallende Kurs hat parallel eine Short-Welle ausgelöst. Die Shortquote kletterte auf etwa 185 Millionen Aktien, das entspricht 29 Prozent des frei handelbaren Streubesitzes. Noch drei Wochen zuvor lag dieser Wert bei rund 40 Millionen Aktien.
Leerverkäufer haben mittlerweile fast 25 Milliarden Dollar auf fallende Kurse gewettet. Ihre Buchgewinne werden auf 8,7 Milliarden Dollar geschätzt.
Rückschlag bei Starship kommt zur Unzeit
Zum Kursdruck kommt ein technisches Problem. Diese Woche musste SpaceX einen Starship-Testflug abbrechen. Die Sicherheitssysteme stoppten den Countdown bei T-minus-null, weil mehrere Raptor-Triebwerke nicht zündeten.
Musk erklärte, zwei Triebwerke müssten ausgetauscht werden. Der nächste Versuch war für Anfang der folgenden Woche geplant. Der aktuelle Starttermin für Flight 13 steht nun auf den 20. Juli 2026, 22:45 Uhr UTC.
Anleger richten den Blick jetzt auf drei Ereignisse: den möglichen Abschluss des Pentagon-Deals, den neuen Starship-Start und den ersten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen. SpaceX will diesen am 6. August 2026 vorlegen. Dann zeigt sich, ob das Wachstum bei KI-Infrastruktur und Starlink die Bewertungssorgen ausgleichen kann, die den Kurs zuletzt bis knapp an sein Jahrestief getrieben haben.
SpaceX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SpaceX-Analyse vom 19. Juli liefert die Antwort:
Die neusten SpaceX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SpaceX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SpaceX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...